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WLAN im Bus - der RMV macht's möglich.

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WLAN im Linienbus

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Der RMV bietet erstmals freies Internet an. Dem Pilotversuch sollen weitere folgen.

Einige wenige Berührungen auf dem Display des Smartphones, dann ist es soweit: „Verbunden mit WLAN @ RMV“ leuchtet auf dem Bildschirm des Handys auf. In den Fahrzeugen der Schnellbuslinie X17, die zwischen dem Hofheimer Bahnhof und dem Terminal 1 des Frankfurter Flughafens verkehrt, können Fahrgäste nun erstmals eine WLAN-Verbindung zum Surfen im Internet benutzen. Sie müssen sich dazu das Drahtlosnetzwerk auswählen und die Nutzungsbedingungen bestätigen.

Für das Pilotprojekt hat der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) drei Busse des Verkehrsunternehmens Sippel, das in Hofheim ansässig ist, mit WLAN-Routern und Signalverstärkern ausgestattet. 1000 Euro kostet das, pro Bus. Für die Kunden fielen allerdings keine zusätzlichen Kosten an, betont Professor Knut Ringat, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes. Man sehe den Versuch als Serviceleistung, die erst mal gratis sei, und gehe „mit guten Datenraten an den Start“, um ein komfortables Surf-Erlebnis zu bieten.

Konkret heißt das: Pro Bus steht ein monatliches Datenvolumen von 100 Gigabyte zur Verfügung, das mit einer Geschwindigkeit von bis zu 150 Megabits pro Sekunde genutzt werden kann. Das sei so schnell wie in den meisten Haushalten, sagt Ringat, und erklärt: „Wir wollen einfach mal testen, wie viel Kapazität die Kunden haben wollen.“ Für die Feststellung des Nutzungsverhaltens sei die erst seit 2016 existierende Schnellverbindung besonders geeignet, da die Fahrzeit relativ kurz sei und die Fahrgäste bunt gemischt, darunter viele Schüler und Studierende.

Und so nutzt eine Gruppe von Schulkindern, zwischen zehn und vierzehn Jahren alt, auch direkt das Drahtlosnetzwerk des Verkehrsverbundes, als sie bei der Probefahrt am Donnerstagmittag davon erfährt. Diese Fahrt führt der RMV im Regelbetrieb durch. „Ohne Netz und doppelten Boden“, merkt RMV-Pressesprecher Sven Hirschler an. Der Bus, der den Bahnhof Hofheim pünktlich um 13.24 Uhr verlässt, ist zu drei Vierteln gefüllt. Viele Menschen gucken auf ihr Smartphone, Videos werden angeschaut, Internetseiten geladen. Das geht natürlich zulasten der Verbindung, die allerdings trotzdem relativ stabil und schnell bleibt.

Eine gute Sache sei das WLAN im Bus, findet eine Mitfahrerin. „Das ist schon sehr attraktiv“, meint sie, und sagt, sie werde es in Zukunft sicherlich nutzen. Doch sie bemerkt auch: „In anderen europäischen Ländern ist das ja Standard.“

Um einen solchen Standard in der Rhein-Main-Region auszuprobieren, sollen dem Pilotversuch im Bus noch weitere folgen: In den nächsten Monaten und Jahren wolle der Verkehrsverbund auch in S- und Regionalbahnen WLAN-Verbindungen testen, verkündet Ringat.

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