Umwelt

Wissensbörse zu Ultrafeinstaub am Flughafen

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Am Frankfurter Flughafen soll die Belastung der Luft mit Ultrafeinstaub untersucht werden. Zunächst werden Experten angehört.

Wie entsteht Ultrafeinstaub? Wie kann er erfasst werden? Und welche gesundheitlichen Gefahren gehen von den ultrafeinen Partikeln in der Luft aus, die in die Lunge dringen können? Das sind Fragen, denen sich Experten seit Donnerstag in Frankfurt widmen. Die zweitägige Anhörung bildet den Auftakt für intensivere Untersuchungen zur Ultrafeinstaubbelastung in der Region um den Frankfurter Flughafen. Aktuelle Messungen des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) legen den Verdacht nahe, dass der Airport besonders viel Ultrafeinstaub produziert. Konkret: die Flugzeuge am Boden und jene im Landeanflug unter 400 Meter.

Für Ultrafeinstaub gibt es keine Grenzwerte. Seine Auswirkungen auf den Mensch sind kaum erforscht. Für verlässliche Aussagen mangelt es bisher an standardisierten Messungen und belastbaren Studien über Wirkungen. Das wollen das Forum Flughafen und Region (FFR) und das HLNUG im Auftrag der Landesregierung ändern: „Wir leisten damit deutschlandweit Pionierarbeit“, sagte Oliver Quilling, Landrat im Kreis Offenbach und Mitglied des FFR-Vorstands am Donnerstag vor Beginn der Veranstaltung in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft deutscher Fluglärmkommissionen (ADF). „Mit der Expertenanhörung wollen wir die Untersuchungen auf eine solide Basis stellen, um die Verbreitung und Wirkung von Ultrafeinstäuben näher zu untersuchen“, sagte ADF-Vorsitzender Thomas Jühe.

Seit September 2015 erfasst das HLNUG an mehreren Standorten rund um den Flughafen die Konzentration ultrafeiner Partikel. Den zweiten Bericht hatte es am Dienstag vorgestellt.

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