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Viele Unternehmen in Hessen suchen händeringend nach Fachkräften.

Geschäftslage

Wirtschaft ist zunehmend besorgt

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Fachkräftemangel und Angst vor schlechteren Exporten trüben die Stimmung in Hessen ein.

Noch bewerten 92 Prozent der 2600 Unternehmen, die der Hessische Industrie- und Handelskammertag (HIHK) drei Mal im Jahr befragen lässt, ihre Geschäftslage als befriedigend oder gut. Doch die hessische Wirtschaft blickt etwas weniger zuversichtlich in die Zukunft als noch zu Jahresbeginn. Sorgen vor einem weiter zunehmenden Fachkräftemangel und schlechter werdenden wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen trüben den Ausblick. Auf niedrigem Niveau deutlich gestiegen ist zudem die Befürchtung, dass die Energie- und Rohstoffpreise steigen.

Nach Zahlen der Konjunkturumfrage rechnen inzwischen etwa 14 Prozent der befragten Unternehmen mit sinkenden Exportzahlen, nur noch 24 Prozent mit einem Anstieg. Noch zu Jahresbeginn waren 35 Prozent der Unternehmen von steigenden Ausfuhren ausgegangen. Umso erfreulicher findet es HIHK-Geschäftsführer Robert Lippmann, dass 30 Prozent der Unternehmen in die Ausweitung ihrer Produktionskapazitäten und Produktinnovationen investieren wollen und 23 Prozent ihren Mitarbeiteranteil erhöhen.

In zwei Branchen hat sich die Stimmung schon verschlechtert. So berichten 16 Prozent der Unternehmen im Einzelhandel von schlechteren Geschäften. 28 Prozent geben an, die Umsätze seien gesunken, nur 21 Prozent sprechen von einer Steigerung. Pessimistischer als zuletzt ist auch die Industrie. Dort sinkt die Bereitschaft, zu investieren und zusätzliche Beschäftigte einzustellen.

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