Verkehr

Wirtschaft für A49

Die regionale Wirtschaft ist für den Ausbau der A49. Eine effiziente Verkehrsinfrastruktur helfe dabei, die Kosten für Logistik und Treibstoff deutlich zu verringern, was direkt der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Betriebe zu Gute komme.

Die regionale Wirtschaft in Mittelhessen hat sich erneut für den Ausbau der umstrittenen Autobahn 49 ausgesprochen. Die aktuelle Situation mit einer starken Fokussierung auf die A5 als einzige Autobahnverbindung von Mittel- nach Nordhessen sei „für die heimische Wirtschaft ein echter Standortnachteil“, sagte der Geschäftsführer des Unternehmerverbandes Mittelhessen, Sascha Drechsel, der Deutschen Presse-Agentur mit.

Die A49 soll nach dem geplanten Lückenschluss Kassel und Gießen miteinander verbinden. Der Ausbau ist umstritten, weil dafür unter anderem Teile des Dannenröder Waldes nahe Homberg/Ohm gerodet werden müssen, dagegen protestieren Umwelt- und Klimaschützer.

„Verstopfte Fernstraßen verlängern die Transport- und Warenumlaufzeiten und behindern häufig die von Endkunden in der Industrie geforderte Just-in-time-Lieferzeit“, so Drechsel. Zudem helfe eine effiziente Verkehrsinfrastruktur dabei, auch die Kosten für Logistik und Treibstoff deutlich zu verringern, was direkt der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Betriebe zu Gute komme.

Weitere Vorteile durch den Ausbau der A49 sieht der Verband aber auch bei der Gewinnung von Arbeitskräften in den Regionen Marburg, Gießen und Vogelsberg. „Denn häufig entscheiden bei der Wahl des Arbeitsplatzes nicht die Entfernung, sondern vorrangig die Fahrzeit darüber, für welchen Job sich Arbeitnehmern und Pendler entscheiden“, so Drechsel. Nicht zuletzt dürfte die Attraktivität der Wirtschaftsräume Mittel- und Nordhessen für Investoren und Neuansiedlungen mit einem optimal ausgebauten Fernstraßennetz noch einmal deutlich gesteigert werden.

Ähnlich äußerte sich die Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg. Die Logistik für die bestehenden Unternehmen mit vielen tausend Arbeitsplätzen verbessere sich enorm, so deren Präsident Rainer Schwarz. Dadurch würden die Standorte und das Einkommen der Arbeitnehmer bei großen und kleinen Unternehmen gesichert. Zugleich steige auch die Wahrscheinlichkeit der Ansiedlung neuer Unternehmen. (dpa)

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