Tag der Metropolregion

Wirtschaft dringt auf Schienennetz-Ausbau

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Die Wirtschaftskammern fordern beim Tag der Metropolregion eine länderübergreifende Mobilitätsstrategie. Baue man das Schiennetz nicht aus, lähme man die Unternehmenen wie die Pendler, hieß es.

Vertreter der Industrie- und Handelskammern (IHK) und der Handwerkskammern haben eine gemeinsame länderübergreifende Mobilitätsstrategie für die Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main gefordert, die von Worms bis Fulda und von Miltenberg bis Limburg reicht. Schon jetzt sei die Verkehrsinfrastruktur in den Stoßzeiten an den Belastungsgrenzen, sagte der Präsident der Frankfurter IHK, Mathias Müller, am Montag beim Tag der Metropolregion in Frankfurt. Ohne eine Weiterentwicklung der Schieneninfrastruktur lähme man Unternehmen und Pendler – und damit die gesamte Entwicklung der Region.

Daher unterstütze die Wirtschaft in der Region die im hessischen Koalitionsvertrag enthaltene Einrichtung einer Eisenbahnstrukturgesellschaft, die analog zur Landesbehörde Hessen Mobil Schienenprojekte aus einer Hand planen könne. Müller rief dazu auf, eine „Allianz der Befürworter“ zu bilden, um mehr Rückenwind für Infrastrukturprojekte zu schaffen.

Handwerker forderten, dass die Politik das Thema Gesamtverkehrsplan in der Metropolregion schnell aufgreife, sagte Bernd Ehinger, Präsident der Handwerkskammer Frankfurt/Rhein-Main und des Hessischen Handwerkstages. Uwe Vetterlein, Hauptgeschäftsführer der IHK Darmstadt/Rhein-Main-Neckar, sagte, die Vernetzung der Gründerzentren in der Region – von Frankfurt für Fintech über Mainz für Medien bis zu Darmstadt für IT und Technologie – könne ohne ein entsprechendes Mobilitätsangebot nicht gelingen. Vom nächsten Jahr an wird das Strategieforum Frankfurt/Rhein-Main einen Preis der Metropolregion ausloben. Er soll Projekte in den Bereichen Gründungsregion, Mobilität, Flächenententwicklung und Digitalisierung fördern.

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