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Die Kleingärten im Dreieicher Ortsteil Götzenhain sind der Unteren Naturschutzbehörde ein Dorn im Auge.
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Die Kleingärten im Dreieicher Ortsteil Götzenhain sind der Unteren Naturschutzbehörde ein Dorn im Auge.

Dreieich

Wirbel um illegale Gartenparzellen in Dreieich

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Die Stadtverordnetenmehrheit in Dreieich springt Kleingärtnern im Stadtteil Götzenhain bei, die vom Kreis Offenbach eine Räumungsverfügung erhalten haben.

Eine Kleingartenanlage, die im Dreieicher Ortsteil Götzenhain an einem Bach liegt, sorgt für Wirbel. Die Untere Naturschutzbehörde beim Kreis Offenbach bezeichnet die vor 50 Jahren ausgewiesenen Gärten als illegal, weil sie den gesetzlichen Vorgaben des Naturschutz-, Bau- und Wasserrechtes entgegenstehen. Die Kleingärtner sollen ihre grünen Oasen bis 2023 räumen. Die Mehrheit der Stadtverordneten hat nun in ihrer jüngsten Sitzung ein Zeichen gesetzt und bittet Land und Kreis um ein Einsehen und eine Neuregelung. Nur die Grünen votierten dagegen.

Die Parlamentarier beschlossen mehrheitlich, der Magistrat solle doch Kompensationsmöglichkeiten prüfen, um die Grenze des Landschaftsschutzgebietes so zu verschieben, dass die Kleingartenanlage erhalten werden kann. Außerdem solle er sich dafür einsetzen, dass der Kreis die aktuellen Verfahren gegen Kleingärten auf Privatgrundstücken in der Gemarkung Götzenhain aussetzt. Zugleich solle die Stadt das Land bitten, das Hessische Naturschutzgesetz den Bedürfnissen der kleingärtnerischen Nutzung pragmatisch anzupassen.

Die Untere Naturschutzbehörde gehe entschieden zu weit, sagte SPD-Fraktionschef Holger Dechert in der Sitzung. Hecken müssten weg, Brennholzstapel seien nicht zulässig, Gartengeräte dürften nicht mehr gelagert, Tische und Bänke nicht mehr aufgestellt werden. Eine Verschiebung der Grenze des Landschaftsschutzgebietes um zehn bis 20 Meter mit entsprechenden Kompensationsmaßnahmen müsse doch möglich sein, „wenn sich die Behörden Mühe geben und sich bewegen“, so Dechert. Es gebe genug Beispiele für Kleingartenanlagen, die an Bachläufen liegen.

Roland Kreyscher (Grüne) verwies auf eine negative Stellungnahme der Kreisbeigeordneten Claudia Jäger (CDU) vom November 2020. Die SPD hatte sie damals darum gebeten, das Verfahren gegen die Kleingärtner ruhen zu lassen. „Ich glaube nicht, dass wir ein halbes Jahr später auf denselben Sachverhalt eine andere Antwort bekommen“, sagte er.

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