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Wintermärchen auf dem Gipfel

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Die neunjährige Matilda aus Frankfurt hat viel Spaß beim Rodeln auf dem Feldberg-Plateau. Kreutz
Die neunjährige Matilda aus Frankfurt hat viel Spaß beim Rodeln auf dem Feldberg-Plateau. Kreutz © Evelyn Kreutz

Feldberg-Plateau lockt viele Besucher und Besucherinnen an / Polizei stellt sich auf Sperrungen ein

HOCHTAUNUS - Nach den ersten nennenswerten Schneefällen der Saison ist der Große Feldberg nun endgültig mit einer herrlich pulvrigen Schneedecke zugedeckt, die dieses Wochenende unzählige Ausflügler in den hohen Taunus locken wird. Doch lohnt es wirklich? Wie sehen die Wintersportmöglichkeiten aus? Wie laufen die Vorbereitungen für den Ansturm auf den Straßen und vor allem auf die raren Parkplätze?

Schon am Donnerstagmittag ging in Sachen Parken auf dem Gipfel nichts mehr. Auch die Parkplätze direkt unterhalb des Feldbergs waren stark belegt. Alle strebten auf das Plateau, denn erst auf halber Strecke zwischen Rotem Kreuz oder Sandplacken und dem Gipfel lag genügend Schnee, damit wenigstens Rodeln möglich war.

Für einen Schneespaziergang reichte die weiße Pracht natürlich allemal aus - und von ganz oben bot sich auch ein gigantischer Blick ins Tal.

Ideale Bedingungen gibt’s nur ganz oben

Auf dem Rundweg am Plateau den Ausblick und den Anblick der verschneiten Bäume sowie die eiskalte Winterluft und das Knirschen des Schnee unter den Sohlen genießen, war nur eine Sache. Vor allem Familien mit Kindern zog es aus der ganzen Region hierher zum Rodeln. Matilda (9) war mit ihren Eltern und der kleinen Schwester aus Frankfurt extra zum Schlittenfahren gekommen und war total begeistert. Mit glänzenden Augen und roten Wangen meinte sie am Nachmittag: „Das läuft richtig gut.“ Denn schon seit dem Morgen hatten die ersten Rodelfans die Wege unterhalb der Drachenwiese schon glatt gefahren.

Auch ein einsamer Langläufer zog am Donnerstagmittag direkt um den Gipfel mit den Skiern seine Bahnen. Mit Abfahrtskiern kam man aber noch nicht sonderlich weit bergab. Nur wenige Höhenmeter tiefer ragten bereits Grasbüschel aus dem Schnee. „Das ist zum Skifahren definitiv zu wenig“, stellte Yvonne Schuster, Vorsitzende des Fördervereins „Freunde des Skilifts Oberreifenberg“ bedauernd fest.

Obwohl keine weiteren Schneefälle angekündigt waren, will der Verein am heutigen Samstag den Skilift schon einmal betriebsfähig machen. „Wenn es unter der Woche wieder schneien sollte, sind wir sofort startklar“, sicherte Schuster zu.

Die Bergwachtstation wird am Wochenende wie immer besetzt sein. Laut Bereitschaftsleiter Jens Werner halten am Samstag und Sonntag je fünf Ehrenamtliche die Stellung. „Es ist ja oben schon gut glatt, und da kann immer etwas passieren“, meinte Werner.

Was die Überlastung der Parkplätze und Zufahrtsstraßen angeht, sind Straßenverkehrsbehörden, Polizeistationen und Verkehrswacht ebenfalls gerüstet. „Schon am vergangenen Wochenende mussten wir ab der Spitzkehre mit Unterstützung der Verkehrswacht die Zufahrt zum Plateau sperren“, teilte Schmittens Bürgermeisterin Julia Krügers (CDU) mit. Am Samstag und Sonntag werden mindestens genauso viele Besucher erwartet. „Wenn es die Situation erforderlich macht und auch an den darunter gelegenen Zufahrtstraßen die Parkplätze belegt sind, sind wir für die mittlere Lösung gerüstet“, sagte Oliver Link, Leiter des Regionalen Verkehrsdienstes (RVD) der Polizeidirektion Hochtaunus und erläuterte: „Wir bewachen zielgerichtet die Strecken und die Streifen schauen, ob ab Sandplacken und/oder Rotem Kreuz bis zum Feldberg ebenfalls gesperrt werden muss“. Dann werde die Verkehrswacht dort ebenfalls im Einsatz sein.

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