+
Ein Wolf steht in einem Tierpark in seinem Gehege.

Homberg/Efze

Wildpark will nach Ausbruch von Wölfen Sicherheit verstärken

Nach dem erneuten Ausbruch von zwei Wölfen hat der Wildpark Knüll im nordhessischen Homberg (Efze) eine Verbesserung der Sicherheitsvorkehrungen angekündigt. Die Zäune in dem Wolfs- und Bärengehege werden verstärkt, wie die Parkleitung am Dienstag

Nach dem erneuten Ausbruch von zwei Wölfen hat der Wildpark Knüll im nordhessischen Homberg (Efze) eine Verbesserung der Sicherheitsvorkehrungen angekündigt. Die Zäune in dem Wolfs- und Bärengehege werden verstärkt, wie die Parkleitung am Dienstag zusammen mit Landrat Winfried Becker (SPD) erklärte. Zudem sollen unabhängige Experten die Anlage begutachten, wie es hieß. Auch Kameras sollen zur Überwachung des 7000 Quadratmeter großen Geheges installiert werden. „Die Frage der Sicherheit steht für uns an oberster Stelle“, betonte Becker, der sich über die erneute Wolfsflucht ärgerte. „Mir ist zweimal definitiv zuviel.“

Am Freitag haben zwei der zehn Wölfe mehrere Zäune überwunden und liefen durch den für Besucher zu der Zeit aber geschlossenen Park. Ein Wolf sei aus Sicherheitsgründen erschossen worden. Dem zweiten Wolf gelang die Flucht aus dem Park. Er hält sich derzeit mutmaßlich an einem unbekannten Ort in der Region auf.

Bereits im Februar 2018 gab es einen Wolfsausbruch, der aber weitgehend folgenlos blieb. Die Sicherheitsvorkehrungen seien danach verstärkt worden, sagte Parkleiter Wolfgang Fröhlich. Doch sie waren offenbar nicht ausreichend, um die Wölfe vollends abzuhalten.

Wenn der Wolf in freier Wildbahn gesichtet werde und eine Gefahr für Nutztiere bestehe, gebe es die Möglichkeit, dass der entkommene Wolf geschossen werde, kündigte Landrat Becker an. Von einer Gefahr für die Bevölkerung gehen Wildpark und Kreis nicht aus. Es sei aber denkbar, dass er sich in der Nähe von Siedlungen zeige.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare