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Gebäude auf dem US-Gelände Kastel Housing
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Gebäude auf dem US-Gelände Kastel Housing

Wiesbaden

Zukunft für Kastel Housing in Wiesbaden ist offen

  • Madeleine Reckmann
    VonMadeleine Reckmann
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US-Army möchte ihre Flächen behalten. Die Stadt hat aber andere Pläne und möchte dort ein Quartier bauen. Nun soll eine Lösung im Dialog gefunden werden.

Die Hoffnung, dass die Landeshauptstadt bald über die von der U. S. Army genutzten Flächen in Kastel werde verfügen können, muss zunächst aufgegeben werden. Denn die Areale werden von der U. S. Army nun selbst beansprucht. Das hat die U. S. Army mitgeteilt, als der US-amerikanische Außenminister LLoyd James Austin die 500 zusätzlichen Soldaten für die in Deutschland stationierten Truppen ankündigte.

Wie die Pressestelle der U. S. Army Europe and Africa schreibt, planen die USA, die US-Areale in Mainz-Kastel Housing und Mainz-Kastel Station und den Dagger-Komplex in Darmstadt zu behalten. Die beiden Kasteler Areale liegen im Kern des Wiesbadener Stadtteils und umfassen zusammen 30 Hektar Land, die die Landeshauptstadt für den Wohnungsbau gut gebrauchen könnte. Aber eine verbindliche Verabredung über eine Rückgabe gab es bislang nicht. Die U. S. Army hatte seit Jahren offengelassen, was mit dem Areal geschehen soll. Zuletzt hieß es, eine Entscheidung solle bis 2023 fallen.

Für das sieben Hektar große Gelände Kastel Housing hatte die Stadt schon weitgehende Pläne. Denn es stand offenkundig zur Disposition. Die US-Streitkräfte nutzen aktuell nur noch eine Lastwagenwerkstatt im hinteren Teil. Der vordere Teil mit dem großen Gebäude dient der Stadt als Unterkunft für Geflüchtete.

Der Rahmenplan für ein neues Quartier ist gerade in der Endabstimmung. „Es ist zu früh, um zu sagen, was die Truppenverstärkung langfristig bedeutet“, sagt Markus Gaßner (CDU), kommissarischer Dezernent für Stadtentwicklung, auf Anfrage, „aber wir werden unsere Planungen jetzt nicht einstellen.“ Vielmehr werde das Dezernat versuchen, die städtebaulichen Vorstellungen im Dialog mit den Amerikanern umzusetzen. Ein kleinerer Teil des Areals ist bereits im städtischen Besitz. Aktuell errichtet die Stadtentwicklungsgesellschaft dort einen Wohnturm und Reihenhäuser und baut die Kaserne zum Wohnhaus um.

Wiesbaden ist seit 2013 das US-Hauptquartier für Europa. Seit 2020 wird von dort aus auch das Afrika-Kommando befehligt. Nun sollen die stationierten Truppen bis zum 16. Oktober 2021 Verstärkung von 500 Soldaten und Soldatinnen erhalten. Wie die U. S. Army weiter mitteilt, sind Arbeitsplätze für 35 Deutsche vorgesehen. Darüber hinaus sollen 750 Familienangehörige nach Wiesbaden oder in die Region ziehen. Die Army kündigt an, dass es sich bei den Einheiten um eine „Multi Domain Task Force“ der Feldartillerie, Flugabwehr, Aufklärung, Cyberabwehr und elektronischen Kriegsführung sowie ein „Theater Fires Command“ handele.

„Ich freue mich über das klare Bekenntnis zu den transatlantischen Werten unter dem neuen US-Präsidenten Biden und über die Abkehr der Außenpolitik des früheren US-Präsidenten Trump“, sagte Wiesbadens Bürgermeister Oliver Franz (CDU) auf Anfrage. Als Wiesbadener sehe er die Truppenaufstockung auch deshalb positiv, weil mit den Menschen auch zusätzliche Kaufkraft in die Stadt komme.

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