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Wiesbaden

Auf der Zielgeraden

Nach mehreren vergeblichen Anläufen bestehe jetzt endlich Planungssicherheit für die „Stadtreparatur der in den letzten Jahren verkommenen Flächen in prominenter Lage“, sprich an der Wilhelmstraße.

Von Peter H. Eisenhuth

Bis 2020 wird es noch dauern, danach aber soll die Wilhelmstraße von zwei schmucken Plätzen begrenzt werden. Für Frühjahr 2018 sehen die Pläne von Stadtentwicklungsdezernentin Sigrid Möricke (SPD) den Abschluss der Arbeiten an der dann völlig neugestalteten Fläche zwischen Landesmuseum und Rhein-Main Congress-Centrum vor. Zwei Jahre später soll dann am anderen Ende der Rue das Kureck in neuem Glanz erstrahlen. „Damit nehmen wir eines der zentralen Stadtentwicklungsprojekt in Angriff“, sagt Thomas Metz, der Leiter des zuständigen Amtes.

Nach mehreren vergeblichen Anläufen bestehe jetzt endlich Planungssicherheit für die „Stadtreparatur der in den letzten Jahren verkommenen Flächen in prominenter Lage“, freut sich Möricke über den mit der IFM Immobilien AG abgeschlossenen Durchführungsvertrag. Noch muss der Ortsbeirat Nordost über den Bebauungsplan für dieses Quartier beraten, am 3. März soll die Stadtverordnetenversammlung entscheiden. „Planungsrechtlich befinden wir uns jetzt auf der Zielgeraden.“ Grüner soll es werden und luftiger, verspricht Stefan Rausch-Böhm vom Stadtplanungsamt. Und es entstehen 20 500 Quadratmeter Bürofläche sowie etwa 150 Wohnungen, die sich auf das neue Hochhaus und die nördlich anschließenden Villen verteilen. Die Abrissarbeiten des Hochhauses sollen Mitte Februar beginnen – allerdings nicht spektakulär und ohne Einsatz von Dynamit.

„Eindeutige Wertsteigerung“

Vom Tisch ist mangels Bedarf das ursprünglich angedachte Boardinghaus. Die entsprechende Zielgruppe – zum Beispiel Banker aus Asien, deren Verweildauer in Deutschland sich länger hinziehe als ein üblicher Hotelaufenthalt – gebe es in Frankfurt, aber nicht in Wiesbaden. Der Wohnraumsituation in der Stadt kommt das entgegen. Stattdessen werden vom Erdgeschoss bis zum dritten Obergeschoss Gewerberäume und darüber die neuen Wohnungen geschaffen. Der benachbarte denkmalgeschützte Bau Sonnenberger Straße 2 ist bereits zum größten Teil vermietet: Hier wird das Hessische Sozial- und Integrationsministerium einziehen.

Die Sonnenberger- und die Taunusstraße im Süden, die „Schöne Aussicht“ und die Prinzessin-Elisabeth-Straße im Osten sowie die Grundstücke Schöne Aussicht 15 im Norden und Taunusstraße 5/5a/Geisbergstraße 5-9 im Westen grenzen das Quartier ein. Ein Viertel, das schon deshalb eine hohe Aufenthaltsqualität biete, weil es verkehrsfrei sein werde, wie Stadtplaner Rausch-Böhm ausführt. „Die Tiefgaragen werden unter die Neubauten geschoben“, sagt er, „damit gibt es in der Summe ein Plus an nicht bebauter Fläche.“

Dass die IFM als Eigentümer nach den seinerzeit schon weit fortgeschrittenen Verhandlungen 2013 eine Rolle rückwärts gemacht und sich gegen einen Abriss des Hochhauses entschieden habe, sei ärgerlich, sagt Dezernentin Sigrid Möricke. „Aber die neue Entwicklung bringt nicht nur für IFM, sondern für die gesamte Stadt eine eindeutige Verbesserung und Wertsteigerung.“ Das dürfte dann auch für die Mieten gelten. „Die Villen werden sicherlich im oberen Preissegment des Wiesbadener Wohnungsmarktes liegen“, vermutet Amtsleiter Metz. „Und das Penthouse im Hochhaus dürfte wohl das teuerste sein.“

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