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800 bis 900 Busse verkehren pro Tag an der Haltestelle. Warte- und Gehbereiche sind zu eng.
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800 bis 900 Busse verkehren pro Tag an der Haltestelle. Warte- und Gehbereiche sind zu eng.

Wiesbaden

Zentraler Platz in Wiesbaden soll sicherer werden

  • vonDiana Unkart
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Die meist frequentierte Bushaltestelle am Platz der Deutschen Einheit wird verbreitert.Neue Ideen gibt es auch für den Stadtplatz. Er soll grüner werden.

Der Platz der Deutschen Einheit ist einer der zentralen Orte Wiesbadens und das Verbindungsglied zwischen der Fußgängerzone und dem Westend, einem bunten Quartier mit Wohnungen und inhabergeführten Geschäften. Dazwischen liegt die vielbefahrene Schwalbacher Straße und trennt die beiden Areale – noch. Denn in den kommenden Jahren soll sie umgestaltet und durchlässiger für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen werden.

Dabei kommt dem Platz der Deutschen Einheit eine wichtige Funktion zu. Einer seiner Teilbereiche, der sogenannte Stadtplatz, soll verändert, zudem der Bussteig in der Bleichstraße mit Hilfe von Betonplatten verbreitert werden. Die Haltestelle ist mit 800 bis 900 an- und abfahrenden Bussen pro Tag die am stärksten frequentierte im Stadtgebiet. Seit Jahren schon äußern Passantinnen und Passanten, der Ortsbeirat und Fahrgäste Kritik, die Gehwege und Wartezonen seien viel zu schmal. Auch aus Gründen der Sicherheit habe Handlungsbedarf bestanden, sagt Wiesbadens Verkehrs- und Umweltdezernent Andreas Kowol (Grüne). Damit der Gehweg auf drei Meter verbreitert werden kann, fallen die Parkplätze auf der gegenüberliegenden Seite weg. Das Vorhaben soll noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden. Ein Umbau der Haltestelle sei aus Kostengründen nicht infrage gekommen.

In den vergangenen Jahren hat der Platz der Deutschen Einheit sein Gesicht verändert. Das Polizeirevier ist gebaut worden, ein Quartiersplatz entstanden, durch den nun der freigelegte Wellritzbach fließt. Eine 2014 eröffnete Mehrzweckhalle trennt den Quartiersplatz vom Stadtplatz, der im Moment nichts anderes ist als eine asphaltierte Fläche. Das sei auch durchaus so gewollt gewesen, sagt Andreas Guntrum, Geschäftsführer der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG). Die Fläche war einst als Platz für Veranstaltungen oder Märkte vorgesehen. Die habe es nicht gegeben. Inzwischen sei seine Gestaltung auch nicht mehr zeitgemäß. Die Pläne, die nun öffentlich diskutiert werden sollen, sehen mehr Grün, eine bessere Radwegeverbindung und Wasserläufe vor.

Dass die Gestaltung des Platzes der Deutschen Einheit die Stadt seit Jahrzehnten bewege, habe damit zu tun, dass an diesem zentralen Ort „alles mit allem zusammenhängt“, sagt Andreas Kowol. Vielleicht auch damit, dass der Platz lange als Schmuddelecke galt und noch immer Angst einflößt. Das jedenfalls ist das Ergebnis einer Befragung unter jüngeren Einwohnern. Besonders Frauen fürchten sich nachts in der Gegend.

An den Stadtplatz als Teilbereich des Platzes der Deutschen Einheit grenzen die Elly-Heuss-Schule – Wiesbadens größtes Gymnasium – und das alte Arbeitsamt an. Dass es abgerissen wird, ist beschlossene Sache. Die Frage ist nur, wann. Anstelle des Arbeitsamtes soll ein Neubau entstehen, der unter anderem Teile der Schule, eine Kita und Gastronomiebetriebe beherbergen wird. Für die Tiefgarage darunter existieren derzeit drei Entwürfe. Der Neubau wird etwas versetzt, so dass sich der Stadtplatz von der Schwalbacher Straße kommend Richtung Westend öffnen wird. Etwa die Hälfte soll dann begrünt werden, ein Teil als Schulhof erhalten bleiben.

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