Wiesbaden

Mit Würmern gegen Raupen

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Die Stadt Wiesbaden bekämpft ab kommender Woche den Eichenprozessionsspinner. Das Mittel ist für Menschen gefahrlos.

Anfang Mai will die Stadt damit beginnen, die Larven des Eichenprozessionsspinners, die für Menschen gefährlich werden können, präventiv zu bekämpfen. Dazu werden vor allem Eichen an Straßen und in den Parks der Landeshauptstadt gespritzt. „Verwendet wird auch in diesem Jahr ein Nützlingspräparat, das Nematoden (Fadenwürmer) enthält und selektiv die Eichenprozessionsspinnerlarven bekämpft“, heißt es in einer Pressemeldung der Stadt.

Das Mittel müsse innerhalb von zwei Wochen zweimal gespritzt werden. Da die Nematoden empfindlich auf UV-Licht reagieren, werden sie erst ab etwa 17 bis 24 Uhr ausgebracht. Über 1500 Bäume werden von einer Spezialfirma auf öffentlichen Flächen behandelt. Dafür werde jeder Baum nur für kurze Zeit abgesperrt. „Wartezeiten sind nicht einzuhalten, da das Mittel für Menschen gefahrlos ist.“ Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist eine kleine Nachtschmetterlingsart. Im Larven-, also Raupenstadium wandern mehrere Tiere in Kolonnenformation, also prozessionsartig, umher. Sie tragen mit kleinen Haken versehene Härchen, die bei Berührung innerhalb eines Tages nach dem Kontakt zu Juckreiz oder Ausschlag an Haut, Augen oder Atemwegen führen können, auch ein allergischer Schock ist möglich. Passanten, die Larven auf Bäumen sehen, werden gebeten, sofort die Feuerwehr zu rufen.

Auf wiesbaden.de gibt es eine Liste mit Firmen, die den Eichenprozessionsspinner auf privaten Flächen bekämpfen. Beratung bietet auch der Umweltladen, Luisenstraße 19. 

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