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Wohnungsgesellschaft Hessen: Niemand soll sein Zuhause verlieren

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Von: Madeleine Reckmann

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Die Fassaden in der Stephan-Born-Straße 1 und Hans-Böckler-Straße 24 in Wiesbaden ließ die GWH bemalen. .
Die Fassaden in der Stephan-Born-Straße 1 und Hans-Böckler-Straße 24 in Wiesbaden ließ die GWH bemalen. . © Michael Schick

Treueversprechen: Unbezahlte Nebenkosten führen nicht zu Kündigungen.

Die GWH Wohnungsgesellschaft gibt ihren Mieterinnen und Mietern ein großes Versprechen. Niemandem werde in der aktuellen Energiekrise die Wohnung gekündigt, weil er oder sie die Rechnungen für Strom und Gas nicht zahlen könne, teilt die GWH am Donnerstag mit. Der Kündigungsverzicht trete ab sofort in Kraft und gelte für die Nebenkostenvorauszahlungen und -nachzahlungen für die Jahre 2021 und 2022. „Wir erleben gerade die für Verbraucher wahrscheinlich schlimmste Kostenexplosion seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagt GWH-Geschäftsführer Stefan Bürger. Die Mieterinnen und Mieter „sollen ohne existenzielle Ängste oder Furcht vor nicht mehr zu stemmenden Nebenkosten bei uns wohnen können“. Deutschlandweit wohnen bei der GWH, die der Landesbank Hessen-Thüringen gehört, 130 000 Menschen. Die GWH-Gruppe bewirtschaftet 50 000 Wohnungen zumeist in Hessen und den Ballungsräumen.

Das Unternehmen könne sich diesen Schritt leisten, weil es liquiditätsstark sei, ein Umstand, der nun den Mieterinnen und Mietern zugutekommen solle. „Wir sehen diesen Schritt in Zeiten wie diesen als wichtigen und notwendigen gesellschaftlichen Beitrag an“, so Bürger. Die GWH wolle in der wirtschaftlichen und politischen Unsicherheit ihren Anspruch erfüllen, ein verlässlicher und fairer Vermieter zu sein. Sollten die erhöhten Nebenkosten nicht oder unvollständig bezahlt werden können, schlage die GWH individuelle Vereinbarungen wie Ratenzahlung oder Stundungen vor. Diese Instrumente seien bereits während der Kurzarbeitswelle in der Corona-Pandemie wirksam gewesen.

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