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Windrad aus Holz

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Ingenieure entwickeln Weltneuheit

Ingenieure der Fachhochschule (FH) Rhein-Main haben eine Weltneuheit ausgetüftelt: Für die Firma Timer Tower aus Hannover haben sie das erste Windrad auf einem Holzturm ermöglicht. Das teilte FH-Sprecher Michael Stiegler jetzt mit.

Die Anlage steht laut Stiegler nördlich von Hannover und ist die weltweit erste Konstruktion ihrer Art: Das hundert Tonnen schwere Maschinenhaus samt Turbine und der rotierenden Nabe mit ihren drei Flügeln wird von einem Holzturm getragen.

Obwohl Holz klimafreundlich, weil CO2-neutral sei, habe dieser natürliche und nachwachsende Werkstoff bislang beim Bau von Windkraftanlagen keine wesentliche Rolle gespielt. Vermutlich, weil Stahl für am stabilsten gehalten wurde. Doch durch das Wiesbadener Know-how, einen stabilen Holzturm herzustellen, könnte sich das ändern. Denn Holz ist deutlich günstiger als Stahl.

Spezielle Verbindungen

Die Wiesbadener Ingenieure der Materialprüfung haben nun aber die entsprechenden Verbindungstechnologie entwickelt. Der Trick ist, die einzelnen Brettsperrholz-elemente über Lochbleche aus Stahl zu verbinden, so Projektleiter Leander Bathon vom FH-Labor für Holzbau. Er ist überzeugt: „Wir sind hier auf einem vielversprechenden Weg mit ganz neuen Perspektiven.“

Die Anlage soll noch in diesem Jahr Strom für rund 1000 Haushalte produzieren. (byb.)

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