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Wiesbaden: Stadt fördert Fachkräfte

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Von: Petra Zeichner

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Damit Kinder auch in Wiesbaden aureichend betreut werden, müssen mehr Erzieher:innen her: Bis 2026 gibt es einen zusätzlichen Bedarf von etwa 2800 Plätzen in der Ganztagsbetreuung.
Damit Kinder auch in Wiesbaden aureichend betreut werden, müssen mehr Erzieher:innen her: Bis 2026 gibt es einen zusätzlichen Bedarf von etwa 2800 Plätzen in der Ganztagsbetreuung. © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild

Ein neuer Weg eröffnet sich für angehende Erzieherinnen und Erzieher in Wiesbaden: die praxisintegrierte vergütete Ausbildung (PivA).

Die Abteilung Grundschulkinderbetreuung und Ganztägige Angebote der Stadtverwaltung fördert und bezuschusst die praxisintegrierte vergütete Ausbildung (PivA) für den Beruf der Erzieherin oder des Erziehers. Das teilte die Stadt mit.

In einer Pilotphase wurden demnach drei Träger gewonnen, die je einen Ausbildungsplatz anbieten. PivA bietet eine Alternative zur klassischen Erzieherinnen- und Erzieherausbildung: Den theoretischen Teil absolvieren die Auszubildenden in Berufsfachschulen, den praktischen bei einem Träger der Grundschulkinderbetreuung.

Den Angaben zufolge gibt es an 34 Grundschulen ein solches Betreuungsangebot durch Schulfördervereine oder Freie Träger. Zusätzlich gibt es an acht Grundschulen den Pakt für den Nachmittag, ein Kooperationsmodell zwischen Schulen und Trägern. Insgesamt werden durch die Träger der Grundschulkinderbetreuung und im Pakt für den Nachmittag rund 5000 Plätze genutzt, zum überwiegenden Teil Ganztagsplätze. Für mehr als 70 Prozent der Schülerinnen und Schüler an Grundschulen gibt es bereits ein Platzangebot.

Die Stadt bildet seit 2015 Quereinsteiger:innen im Erziehungsberuf aus

„Nachdem wir bereits seit 2015 erfolgreich Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger ausbilden und 2018 zusätzlich in die praxisintegrierte vergütete Ausbildung für den Beruf der Erzieherin oder des Erziehers gestartet sind, bin ich froh über diesen nächsten Schritt“, so Sozial- und Bildungsdezernent Christoph Manjura (SPD). „Mein Dank geht an die gute und bewährte Kooperation mit der Mitinitiative e. V., die im Bewerbungsverfahren zum Gelingen des Pilotprojektes beigetragen hat.“ Ab dem Schuljahr 2022/23 soll PivA laut dem Stadtrat fest im Zuschussmodell der Grundschulkinderbetreuung verankert sein.

Bis zum Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, der 2026 kommen soll, gebe es in Wiesbaden einen zusätzlichen Bedarf von etwa 2800 Plätzen und einem daraus resultierenden Bedarf von etwa 110 Fachkräften, heißt es abschließend.

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