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Wiesbaden:Neuer Citymanager sollte mehr Kompetenzen bekommen

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Von: Diana Unkart

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Der Citymanager fungiert als Ansprechpartner für Gastronomie und Handel in der Stadt.
Der Citymanager fungiert als Ansprechpartner für Gastronomie und Handel in der Stadt. © Michael Schick

Der bisherige Stelleninhaber geht. Die Wirtschaft setzt sich dafür ein, dass sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin über ein eigenes Budget verfügen und unabhängiger agieren kann.

Nachdem bekannt geworden ist, dass sich Citymanager Axel Klug Ende März aus Wiesbaden verabschieden wird, fordert die Industrie- und Handelskammer Wiesbaden (IHK) eine zügige Neubesetzung. „Die Position des Citymanagers ist von hoher Bedeutung“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführerin Sabine Meder. Der Masterplan Innenstadt warte auf seine Umsetzung, der Strukturwandel hingegen warte nicht. Die Stadt hatte bereits angekündigt, dass ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Klug gesucht werden soll.

Nicht erst seit der Corona-Pandemie leidet die Wiesbadener Innenstadt. Mit Programmen und Initiativen wie dem Masterplan Innenstadt und dem Restart-City-Programm versuchen Verwaltung und Politik, diesen Strukturwandel zu steuern. Dass die Stelle eines Citymanagers geschaffen wurde, dafür hatte sich unter anderem die IHK eingesetzt. Zuvor hatten Einzelhändler:innen sich über mangelnde Sauberkeit beklagt. Untersuchungen zeigten, dass sich Besucher:innen unsicher fühlten und die Zahl der Passantinnen und Passanten sank. Vor diesem Hintergrund beschlossen die Stadtverordneten verschiedene Vorhaben, die zur Belebung des städtischen Areals beitragen sollten. Eines davon war, einen Citymanager einzustellen.

Die Erfahrungen der vergangenen beiden Jahre müssten nun ausgewertet werden. Zudem solle geprüft werden, wie groß der Wirkungskreis des Citymanagers in der bisherigen Konstellation war. Die IHK hatte sich damals für die Schaffung einer dezernatsübergreifenden Stabsstelle eingesetzt und fordert auch jetzt, den neuen Citymanager oder die neue Citymanagerin mit weitreichenden Kompetenzen und einem eigenen Budget auszustatten. Die Stelle müsse der Bezeichnung Manager oder Managerin auch gerecht werden, sagt Sabine Meder. Bislang war sie im Wirtschaftsdezernat angesiedelt.

In Wiesbaden gebe es viele Menschen, die bereit seien, ihren Beitrag zu leisten. Wichtig sei aber eine Person, die diesen Prozess steuere und koordiniere, die ansprechbar sei für Händler:innen und Gastronom:innen, die einzelne Akteursgruppen zusammenbringe. „Der City-Manager oder die City-Managerin sollte zu einer Art Identifikationsfigur für die Weiterentwicklung der Innenstadt werden.“

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