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Die Menschen müssen wegen der Sperrung der Salzbachtalbrücke manchmal lange auf ihren Bus warten.
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Die Menschen müssen wegen der Sperrung der Salzbachtalbrücke manchmal lange auf ihren Bus warten.

Wiesbaden

Wiesbadener Wirtschaft will beim Bau der neuen Salzbachtalbrücke helfen

Unternehmen schlagen Taskforce zur Lösung der Verkehrsprobleme vor.

Wiesbadener Unternehmen möchten den zuständigen Behörden helfen, eine pragmatische Lösung für die durch die Sperrung der Salzbachtalbrücke verursachten Verkehrsprobleme zu finden. Die Wiesbadener Sektion des Wirtschaftsrats Hessen fordert, eine Taskforce Salzbachtalbrücke einzurichten mit Mitgliedern aus Bund, Land, Kommune und Wirtschaft. „Wir sind bereit, im Schulterschluss mit dem hessischen Verkehrsminister Al-Wazir und der Autobahn GmbH eine ausgereifte Lösung zu erarbeiten und umzusetzen“, erklärt Andreas Steinbauer, der Sprecher des Wirtschaftsrats.

Um die üblichen Entscheidungsvorgänge, Planungswege und Ausschreibungen abzukürzen, schlagen die Unternehmer vor, selbst praktisch mitzuhelfen. „Wir haben Abrissunternehmen, Ingenieure und Bauunternehmen“, sagt Burkhard Siebert, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbands Hessen-Thüringen auf Anfrage. „Sie könnten als Team in dieser Notsituation anpacken.“

Für die Wirtschaft sei die Sperrung der Salzbachtalbrücke der Supergau, begründet Steffen Gurdulic, Geschäftsführer der Abfallbetriebe Knettenbrech und Gurdulic, den Vorstoß. So seien etwa die Abfallentsorgungsbetriebe derzeit schlecht erreichbar, für eine verlässliche Entsorgung sei das nicht lange hinnehmbar, sagt Gurdulic, dessen Unternehmen in Nachbarschaft zur Brücke liegt und normalerweise über die darüber führende A66 gut zu erreichen wäre.

Selbst eine Sprengung des statisch stabilen südlichen Teils der Salzbachtalbrücke würde samt Analyse und Sprengplanung mindestens vier Wochen in Anspruch nehmen – viel Zeit für die Unternehmer. Dass ein Teil ihrer Mitarbeiter viel zu lange zur Arbeit brauche, dürfe kein Dauerzustand bleiben. „Gerne sind wir bereit, projektbezogene Teams abzuziehen, um eine Taskforce mit unseren Experten bei der schnellen Lösungsfindung zu unterstützen“, schlägt Tilo Nemuth, Geschäftsführer der Julius Berger International GmbH, nach eigenen Angaben eines der größten Ingenieurbüros im Rhein-Main-Gebiet, vor. Siebert zufolge ist schon überlegt worden, Personal aus dem Ruhestand zurückzuholen.

Am Beispiel der Salzbachtalbrücke zeige sich, wie wichtig eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur und rechtzeitige Investitionen in Straßen und Brücken seien. „Trotz des wichtigen Ausbaus von Schienen- und Radwegen dürfen die Investitionen in Straßen nicht vernachlässigt werden“, fordert Siebert. Die Salzbachtalbrücke müsse für das von den Grünen geführte Verkehrsministerium ein Weckruf sein.

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