Wiesbaden

Wiesbadener Revisionsamt prüft AWO-Vorgänge

  • schließen

Oberbürgermeister Mende fordert Aufklärung aller Vorwürfe.

Das städtische Revisionsamt befasst sich seit November mit den Vorgängen rund um die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Wie OB Gert-Uwe Mende (SPD) mitteilt, bereitet das Amt aktuell die Prüfung vor und wolle im Januar entscheiden, mit welchem Ziel untersucht werden soll. Zuvor hatten CDU, FDP, AfD und Freie Wähler verlangt, dass die Stadt die Zuschüsse an den Sozialhilfeträger und dessen Verwaltungskosten kontrolliert. Auch die SPD begrüßt die Prüfung. Geklärt werden müsse, ob der Stadt ein finanzieller Schaden entstanden sei, ob Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden könnten und wie die Zusammenarbeit fortgeführt werden soll.

Die AWO-Kreisverbände Wiesbaden und Frankfurt waren wegen überhöhter Geschäftsführergehälter, teurer Dienstwagen und undurchsichtiger Geldflüsse in die Kritik geraten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen beide Kreisverbände wegen Verdachts auf Untreue. Zudem ermittelt sie gegen den Kreisverband Frankfurt, weil er Zuschüsse für ein Flüchtlingsheim nicht sauber abgerechnet haben soll. Die AWO betreibt in Wiesbaden Kindergärten, Altenheime und Beratungsstellen.

Mende, dessen Mutter stellvertretende AWO-Bundesvorsitzende war und der selbst Mitglied des Verbands ist, zeigt sich bestürzt: „Ich begrüße es sehr, dass der AWO-Bundesverband sich eingeschaltet hat und erwarte von der AWO Wiesbaden, alle Prüfungen vollumfänglich zu unterstützen. Gerade im Interesse aller Mitglieder, der Beschäftigten und der von AWO-Einrichtungen betreuten Menschen muss eine uneingeschränkte Aufklärung aller Vorwürfe erfolgen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare