Wiesbaden

Wiesbadener „Eiszeit“ ohne Schlittschuhbahn

  • vonDiana Unkart
    schließen

Ein neues Konzept für die Veranstaltung, die jedes Jahr Zehntausende Gäste nach Wiesbaden lockte, sieht Eisstockbahnen an den Theaterkolonnaden vor - aber keine Schlittschuhbahn.

Knapp zwei Jahrzehnte bis Anfang dieses Jahres lockte das „Eiszeit“ genannte Veranstaltungskonzept aus Eislauffläche, Eisstockbahn und Gastronomie in jeder Saison zwischen 20 000 und 25 000 Gäste nach Wiesbaden. Nachdem das Staatstheater den Gestattungsvertrag für das Areal am Warmen Damm zwischen Schillerdenkmal und Grünfläche gekündigt hatte und zudem denkmalschutzrechtliche Vorgaben eine Weiternutzung verhinderten, war zunächst unklar, ob und wie es mit der Eiszeit weitergeht. Die Stadt kündigte an, Standorte und Konzepte zu prüfen. Nun hat sie eine neue, an die Coronabedingungen angepasste Variante präsentiert.

Ab 18. November soll es eine Eiszeit entlang der Theaterkolonnaden geben – allerdings ohne die beliebte Schlittschuhbahn. Die sei in Anbetracht der geltenden Corona-Bestimmungen nicht wirtschaftlich zu betreiben, heißt es aus dem Wirtschaftsdezernat. Es hätten zu wenige Nutzer zeitgleich aufs Eis gedurft. Außerdem bestehe das Risiko einer Sperrung im laufenden Betrieb, falls sich die Corona-Situation im Winter weiter verschärfe. Stattdessen werden auf einer Fläche von 750 Quadratmetern Bahnen zum Eisstockschießen aufgebaut. Eine Eisstockbahn sei planungssicherer, weil sich die Zahl der Besucher entsprechend der Auflagen organisieren lasse.

Die Besucherinnen und Besucher erwartet zudem ein verändertes gastronomisches Angebot in Zelten. Das Aus für die Eiszeit am Warmen Damm nach der Saison 2019/20 bedeutet auch das Ende der sogenannten Lumen-Alm, einem Gastronomieangebot neben der Eislauffläche.

Verantwortlich für die Eiszeit ist eine Betreibergemeinschaft, zu der neben Isa Ay und Oliver Urban auch Christian Ress gehört, der das Weingut Balthasar Ress führt. Ay und Urban sind zudem Betreiber der Rheinlounge am Schiersteiner Osthafen.

Die Eiszeit öffnet zwischen 18. November und 23. Dezember in der Zeit von 11 bis 22 Uhr. 250 Personen können sich zeitgleich auf dem Areal aufhalten. Zugangskontrolle und Personendatenerfassung sind notwendig.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare