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Wiesbadener CDU-Politiker und Tochter in der Awo-Affäre vor Gericht

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Von: Madeleine Reckmann

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Die Tochter soll bei dem Sozialverband nur zum Schein gearbeitet haben.

Der CDU-Politiker Wolfgang Gores und seine Tochter stehen vom 3. November an vor dem Amtsgericht Wiesbaden. Der Vater soll sich wegen Anstiftung zur Untreue und die Tochter wegen Beihilfe zur Untreue verantworten. Der Tochter wird vorgeworfen, von 2017 bis 2019 bei der Arbeiterwohlfahrt Wiesbaden zum Schein gearbeitet und ein Gehalt in Höhe von 53 094 Euro netto bezogen zu haben.

Wie das Amtsgericht mitteilt, wird der Vater angeklagt, seine Tochter 2016 angestiftet zu haben, über seine Verbindungen zur früheren AWO-Geschäftsführerin Hannelore Richter das Scheinarbeitsverhältnis aufzunehmen. Dabei sei geplant worden, der Tochter das Studium in Sozialer Arbeit an der Hochschule Rhein-Main zu ermöglichen, ohne dass die Tochter nebenher Geld verdienen müsse.

Der Anklage zufolge schlossen die Angeklagte und die Geschäftsführerin Richter zwar einen Arbeitsvertrag, der eine wissenschaftliche Mitarbeit in der Flüchtlingsbetreuung vorsah, beide seien sich jedoch einig gewesen, dass die junge Frau nichts dafür tun musste.

Die Tochter des Politikers ist bereits vor dem Arbeitsgericht Freiburg verurteilt worden, eine Entschädigung von 70 000 Euro zu zahlen. Gegen das Urteil ist sie aber in Berufung gegangen. mre

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