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Wiesbadener Awo zahlt Gläubiger aus

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Von: Madeleine Reckmann

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Betrieben wird das Robert-Krekel-Haus in Wiesbaden von der Awo. Die Immobilie geht jetzt der Stadt Wiesbaden.
Betrieben wird das Robert-Krekel-Haus in Wiesbaden von der Awo. Die Immobilie geht jetzt der Stadt Wiesbaden. © Michael Schick

Der AWO-Kreisverband Wiesbaden hatte im November 2020 Insolvenz beantragt. Nun genehmigt das Amtsgericht den Insolvenzplan.

Das Amtsgericht hat den Insolvenzplan der Arbeiterwohlfahrt Wiesbaden am Dienstag genehmigt. Die Forderungen der Gläubiger können nun in einer ersten Runde zu 22 Prozent beglichen werden, sagte AWO-Kreisvorsitzender Wolfgang Hessenauer am Mittwoch auf Anfrage. Möglich ist dies, weil die AWO im Frühjahr drei Grundstücke an die städtische Wohnbaugesellschaft GWW verkauft und gegen eine Entschädigung drei Erbpachtgrundstücke der Stadtentwicklungsgesellschaft SEG zurückgegeben hatte. Der Kreisverband hatte im November 2020 Insolvenz beantragt, nachdem früheren Führungspersönlichkeiten neben Missmanagement vorgeworfen worden war, in die eigene Tasche zu wirtschaften.

Hessenauer geht davon aus, dass das Geld bis Ende Oktober bei den Gläubigern ankommen wird. Dann werde das Insolvenzverfahren enden und die AWO Wiesbaden voll geschäftsfähig werden. Der Sachwalter werde darüber hinaus versuchen, Forderungen bei Schuldnern mit Arbeitsgerichts- und Schadensersatzprozessen gegen frühere Personen aus Geschäftsführung und Vorstand zurückzuholen. Danach könnten die Gläubiger ein zweites Mal ausbezahlt werden. mre

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