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Wiesbaden

Wiesbaden:Arbeitsplatz im Grundriss inbegriffen

  • Madeleine Reckmann
    vonMadeleine Reckmann
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Das Homeoffice wird vielerorts die Corona-Pandemie überdauern. Die Wohnungsgesellschaft in Wiesbaden passt künftige Wohnungen schon jetzt diesen Bedürfnissen an.

Es sind nur neun einfache Fragen, die sich mit wenigen Worten beantworten lassen. „Wo arbeiten Sie?“, „Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus?“ und „Was gefällt Ihnen am Arbeiten zu Hause?“ sind einige davon. Die kommunale Wiesbadener Wohnungsbaugesellschaft (GWW) hat für ihre Umfrage zum Homeworking keine Werbung gemacht. Dennoch haben sich schon über 200 Personen an der Befragung auf ihrer Homepage beteiligt. „Wir gehen davon aus, dass sich der Trend zum Homeoffice in Zukunft verstetigt“, sagt GWW-Geschäftsführer Thomas Keller auf Anfrage, „deshalb möchten wir jetzt eruieren, wie sich die Leute ihren Arbeitsplatz wünschen.“ Die GWW möchte möglichst attraktive Wohnungen bauen, um „auf dem Markt besser als andere zu sein“. Wünsche und Ideen zum digitalen Arbeitsplatz für daheim sollen in die Grundrisse für die neuen Wohnvorhaben einfließen.

Noch sind die Ergebnisse nicht ausgewertet. Dennoch, so Keller, lasse sich herauslesen, dass die meisten Teilnehmer dem Homeoffice positiv gegenüber- stünden. Viele wollten auch in Zukunft zwei bis drei Tage in der Woche zu Hause arbeiten. Andere könnten sich auch vorstellen, ihre Bürotätigkeit in ein Co-Working-Space im Quartier zu verlegen. „So etwas müssen wir für die Quartiere einplanen. Wenn in einem Quartier von 400 Wohnungen 30 Prozent in einem Co-Working-Space arbeiten wollen, sind die Gemeinschaftsflächen zielgenau dafür zu konzipieren.“

Keller geht davon aus, dass für die Wohnungen entweder kleine Arbeitszimmer, die auch als Kinderzimmer genutzt werden können, oder ein Erker oder eine Nische mit guter Beleuchtung und allen technischen Anschlüssen gewünscht werden. Da die GWW vorwiegend für Menschen kleiner und mittlerer Einkommen baut, sollten dafür wenige Quadratmeter verbraucht werden, „eine kleine Fläche, die mit einem größeren Raum in Verbindung steht“, vermutet Keller.

Die Anregungen könnten schon für den Bau der 700 Wohnungen in Wiesbaden, die die GWW aktuell etwa in An den Eichen, in der Schiersteiner Schönaustraße oder dem dritten Bauabschnitt im Waldviertel plant, umgesetzt werden. Mit mehr als 13 000 Wohnungen ist die kommunale Gesellschaft nach eigenen Angaben der größte Wohnungsanbieter der hessischen Landeshauptstadt.

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