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Zwei Gymnasien in Wiesbaden geplant

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Wiesbadens Gymnasien sind voll. Nun plant die Stadt den Bau von zwei neuen Schulen in Kastel und Dotzheim.

In Wiesbaden sollen in den kommenden Jahren zwei neue Gymnasien öffnen, teilt die Stadtverwaltung mit.

„Überraschend, aber städtebaulich geschickt, sollen gleich zwei Standorte geplant werden“, sagte Schuldezernent Axel Imholz (SPD) nach einer Sitzung des Magistrats. Die Planung von zwei Standorten führe dazu, dass mit zeitlicher Versetzung dem steigenden Bedarf an Gymnasialplätzen entsprochen und ein weiteres Gymnasium zum Schuljahr 2026/2027 in Betrieb gehen könnte.

An der Stegerwaldstraße in Dotzheim steht ein städtisches Grundstück unterhalb des Neubaus der Horst Schmidt Kliniken zur Verfügung. Dort könnte auf einer 20 000 Quadratmeter großen Teilfläche ein neues Gymnasium inklusive einer Zwei-Feld-Turnhalle entstehen. Ein zweites Gymnasium inklusive Vier-Feld-Sporthalle ist im Bereich Kastel-Housing geplant. Die Grundstücksfläche dort ist im Besitz des Bundes und wird derzeit noch von den amerikanischen Streitkräften genutzt. Die Verhandlungen zum Ankauf seien im Gange, sagt Imholz. Die Sporthalle später soll von der bestehenden Grundschule und dem neuen Gymnasium genutzt werden.

Um ein erstes neues Gymnasium zum Schuljahr 2023/24 beziehen zu können, sei der Start der Planung umgehend erforderlich. Die Entscheidung für den Standort des ersten neuen Gymnasiums soll spätestens bis 30. Juni getroffen werden.

Für den Vorlaufbetrieb des ersten neuen Gymnasiums werden ab dem Schuljahr 2020/21 mobile Raumeinheiten genutzt. „Damit wird sichergestellt, dass die Nachfrage nach Gymnasialplätzen abgedeckt werden kann.“

Die Planungen für das zweite Gymnasium werden nach der Entscheidung über den Standort für das erste Gymnasium ausgesetzt und im Jahre 2023 wieder aufgenommen. „Die frühe Festlegung auf das Areal Kastel-Housing als Standort für ein Gymnasium ermöglicht die frühzeitige Einbindung in die dort anstehende weitere städtebauliche Planung“, sagt Axel Imholz.

Welche pädagogische Ausrichtung die neuen Gymnasien haben sollen, wird von einem Planungsteam des Staatlichen Schulamtes gemeinsam mit dem Schulträger festgelegt.

Da das erste neue Gymnasium ab dem Schuljahr 2020/21 seinen Vorlaufbetrieb aufnehmen soll und bereits im Herbst dieses Jahres Eltern informiert werden, wird ein Name gebraucht.

„Die beiden zuständigen Ortsbeiräte werden nun gebeten, sich auf Namenssuche zu begeben“, sagt Schuldezernent Imholz.  

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