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Das sogenannte Hexenhaus steht unter Denkmalschutz. Allein die Tür nach einem Einbruch zu reparieren, kostet rund 5000 Euro.
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Das sogenannte Hexenhaus steht unter Denkmalschutz. Allein die Tür nach einem Einbruch zu reparieren, kostet rund 5000 Euro.

Wiesbaden

Wiesbaden: Zerstörung in Wäldern und Parks

  • vonDiana Unkart
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Einbrüche, Diebstähle und illegaler Müll beschäftigen Polizei und Grünflächenamt in Wiesbaden. Die Rede ist von Randale und Zerstörung im bisher unbekannten Ausmaß.

Gabriele Wolter leitet das Grünflächenamt der Stadt Wiesbaden. Oft, sagt sie, wende sie sich nicht an die Öffentlichkeit, aber das, was im Moment passiere, habe sie so noch nicht erlebt. In bislang unbekanntem Ausmaß werde in Grünanlagen und im Forst randaliert und zerstört. In der Richard-Wagner-Anlage im Stadtteil Biebrich, auch Henkell-Park genannt, haben Unbekannte Schäden in Höhe von mehreren Tausend Euro angerichtet.

Zunächst waren dort mehrere exotische Stauden gestohlen worden. Später wurde in die historische Gärtnerunterkunft, in der Werkzeuge und Material gelagert werden, eingebrochen. Die Diebe ließen Technik im Wert von rund 2500 Euro mitgehen. Höher ist der Schaden an dem denkmalgeschützten Gebäude. Allein die Tür wieder herzurichten, kostet etwa 5000 Euro.

Alle Hütten beschmiert

Auch die Friedhöfe blieben nicht von Zerstörung verschont, sagt Gabriele Wolter. Gerade erst seien auf dem Südfriedhof Pflanzschalen umgekippt worden. In den Parks würden Pflanzen aus dem Boden gerissen. Eine Erklärung, warum derzeit in einem solchen Ausmaß randaliert wird, hat sie nicht. „Vielleicht liegt es an der intensiveren Nutzung.“ Im Dambachtal gebe es inzwischen keine Schutzhütte mehr, die nicht mit Graffiti beschmiert sei. Auf dem Neroberg wurden Stationen des Walderlebnispfades zerstört. Das Grünflächenamt lässt die Schmierereien entfernen und die Schäden reparieren.

„Alle diese Einrichtungen dienen der Allgemeinheit“, sagt Gabriele Wolter. „Sie werden viel und gerne genutzt und mit Steuergeldern unterhalten.“ Aktionen dieser Art zeugten nicht nur von mangelndem Respekt im Umgang mit der Natur, sondern auch von Ignoranz gegenüber den Mitmenschen. Die Polizei und das Ordnungsamt seien eingeschaltet. Verschiedene Areale würden inzwischen häufiger kontrolliert, in den Wäldern seien die Revierförster unterwegs. Noch etwas ärgert die Amtsleiterin: In letzter Zeit werde häufiger Müll im Wald und in den Parks entsorgt. Schwerpunkte sind nach Angaben des städtischen Entsorgers ELW der Nero-berg, Wellritz- und Walkmühltal sowie die Flächen am Rhein entlang. Ausflügler, sagt Sprecher Frank Fischer, hinterließen vor allem To-go-Produkte. Die Corona-Pandemie und das Wetter lockten mehr Menschen ins Freie. Das zeige sich im Müllaufkommen. „Ich freue mich, dass die Menschen die Wälder und Grünanlagen nutzen“, sagt Amtsleiterin Wolter. „Wir brauchen diese Freiräume, und genau deswegen sollte man sich überlegen, ob man den Müll dort liegen lässt.“

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