1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Wiesbaden

Wiesbaden in Zahlen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Arne Löffel

Kommentare

Die neue Ausgabe des statistischen Jahrbuchs der Stadt steht zum Download bereit. Das statistische Jahrbuch ist ein umfassendes Kompedium der Stadt Wiesbaden, die Datengrundlage für viele wichtige Entscheidungen innerhalb und außerhalb der Verwaltung.

Das Amt für strategische Steuerung und Statistik ist die liebenswerte Datenkrake der Wiesbadener Stadtverwaltung. Aus mehr als 100 unterschiedlichen Quellen saugen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rathaus die unterschiedlichsten Daten über Wiesbaden und die Bevölkerung an. Alles höchst legal und offiziell, natürlich. „Die Daten werden unter anderem von der Arbeitsagentur, den statistischen Landes- und Bundesämtern sowie die Pflegeversicherungen geliefert“, berichtet Amtsleiter Christian Hepp auf einer Pressekonferenz im Rathaus.

Diese Datenflut haben die Statistiker sortiert, geclustert, in Tabellen aufgelistet und miteinander in Bezug gesetzt, Karten aus ihnen geformt, Diagramme gezeichnet und im aktuellen statistischen Jahrbuch festgehalten, das nun zum Download auf der Internetseite der Stadt bereitsteht.

„Wir haben die Daten in verschiedenen Dimensionen aufgearbeitet. Von der ganzen Stadt über die Stadtteile bis hinunter zu 143 Planungsbezirken, was ungefähr den einzelnen Siedlungen entspricht“, erklärt Isabell Falk, die das Jahrbuch federführend bearbeitet.

Gedruckt wird das 273-seitige Buch längst nicht mehr. „Die reine Online-Version hat den Vorteil, dass wir einzelne Kapitel, wie zum Beispiel die Bevölkerungszahlen, auch unterjährig aktualisieren können“, so Falk. Der Großteil der nun im statistischen Jahrbuch erfassten Daten stammt aus dem Jahr 2014, was laut Hepp an der Verfügbarkeit bei den unterschiedlichen Quellen liegt.

Das statistische Jahrbuch wird als gesamtes PDF und auch als interaktive Datei auf den Servern bereitgestellt. Man kann es also theoretisch zum Beispiel am Tablet-Computer, Seite für Seite durchblättern oder online über einen Kapitel-Baum bequem zu den gewünschten und interessanten Stellen springen.

Vorspann für jedes Kapitel

„Wir haben jedes der 14 Kapitel diesmal mit einem Vorspann versehen, in dem wir die interessantesten Aspekte der dahinter liegenden Daten zusammengefasst haben“, sagt Hepp. Denn statistische Daten, so räumen die Statistiker ein, enthüllen ihren Zauber nicht auf den ersten Blick. „Da muss man schon mal genauer hinsehen, um die Ausreißer und Kuriositäten zu entdecken.“ Die Statistiker haben zum Beispiel herausgeschält, dass die Wiesbadenerinnen im Schnitt mit 29 Jahren zum ersten Mal unter die Haube kommen, die Wiesbadener mit 31 Jahren. 15 000 Beamte gibt es in der Stadt, mutmaßlich die meisten im Lehramt, die wie alle Wiesbadenerinnen und Wiesbadener im Jahr 2014 ganze 1753 Sonnenstunden genießen konnten. Die Datenmenge ist schier unerschöpflich.

„Das statistische Jahrbuch ist ein umfassendes Kompedium der Stadt Wiesbaden, die Datengrundlage für viele wichtige Entscheidungen innerhalb und außerhalb der Verwaltung, ein informativer Brühwürfel“, erläutert Hepp und betont, dass es nicht Aufgabe des von ihm geleiteten Amtes sei, diese Daten auch zu interpretieren. „Wir liefern die Daten den jeweiligen Fachämtern und überlassen den Fachleuten die Interpretation.“ Auch Kommunalpolitiker bedienen sich laut Hepp vor ihren Entscheidungen gern bei den bereitgestellten Daten.

Gleichzeitig sei das statistische Jahrbuch und die Veröffentlichung der gesammelten Daten auch ein Stück Informationsfreiheit der Bürgerinnen und Bürger. „Jeder hat das Recht, die hier veröffentlichten Fakten über seine Stadt in Erfahrung zu bringen. Wir stellen sie gerne bereit“, so Hepp. Daher seien auch alle auf der Seite der Statistiker veröffentlichten Grafiken und Datensätze kostenfrei zu haben.

„In diesem Jahr haben wir einige wichtige Datensätze erstmals als Excel-Dateien angefügt, die auch kostenfrei genutzt werden können“, betont Falk. Mit den Excel-Dateien können zum Beispiel Firmen und Institutionen ganz leicht ihre eigenen Diagramme und Grafiken erstellen, oder aber per Excel-Rechenfunktion zum Beispiel eigene Prozentsätze und Relationen bilden.

Auch Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) ist auf der Pressekonferenz angetan von dem statistischen Standardwerk. „Es ist ein tolles Produkt, das zum Nachschlagen und Stöbern einlädt“, so Gerich.

Zu finden ist das statistische Jahrbuch 2014 auf der Internetseite www.wiesbaden.de/statistik. Alle Daten sind gemeinfrei und können für gewerbliche wie private Zwecke genutzt werden.

Auch interessant

Kommentare