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Um Innenstädte wiederzubeleben und ihnen eine Zukunft zu geben, müssen sie zu Erlebnisorten werden, sagen Experten.
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Um Innenstädte wiederzubeleben und ihnen eine Zukunft zu geben, müssen sie zu Erlebnisorten werden, sagen Experten.

Wiesbaden

Wiesbaden will von Amsterdam und Kopenhagen lernen

  • VonDiana Unkart
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Die Stadt holt sich Rat bei internationalen Experten. Sie sollen während eines Kongresses Ideen für die Innenstadt entwickeln: vom Nachtleben bis zu hin zu mehr Grün.

Wenn es um die Stadt der Zukunft geht, dann ist oft von Kopenhagen die Rede. Die Großstadt gilt als fahrradfreundlichste der Welt, mit viel Grün, einer guten digitalen Infrastruktur und Strom, der von Windrädern erzeugt wird. Wiesbaden will von Kopenhagen lernen.

Aber nicht nur von Dänemarks Hauptstadt, sondern auch von Linz, London, Berlin oder Amsterdam. Und viele gute Ansätze und Ideen gebe es in der Stadt selbst, sagt Wiesbadens Wirtschaftsdezernent Oliver Franz (CDU). Man brauche aber, wenn der Aufbruch für die Innenstadt kein Strohfeuer werden solle, mehr Kommunikation untereinander und mehr Verständnis füreinander. Etwa 60 internationale und lokale Experten werden am Donnerstag und Freitag im Wiesbadener Rhein-Main-Congress-Center oder im Live-Stream über ihre Erkenntnisse und Erfolge berichten. Publikum ist dabei zugelassen.

Martin Sturm zum Beispiel hat in Linz das Kunst- und Kulturfestival „Höhenrausch“ entwickelt. Künstler:innen und Publikum treffen sich seit 2009 hoch über den Dächern der Stadt. Als einmalige Aktion geplant, entwickelte sich der „Höhenrausch“ zum Tourismusmagneten. Mirik Milan wurde bekannt als Amsterdamer Nachtbürgermeister und hat mit seinen Initiativen dafür gesorgt, dass die Kriminalität an zentralen Plätzen wie dem Rembrandtplein zurückgegangen ist. Die Städte müssen und werden sich verändern.

Ihr Problem sei ihr großer Erfolg in den vergangenen Jahrzehnten. Gefragt als Arbeits-, Wohn- und Freizeitorte und deshalb immer mehr auf Effizienz getrimmt, entstanden austauschbare Räume. Wiesbaden versucht wie andere Städte, nun ein eigenes Flair und Ideen für den innerstädtischen Raum zu entwickeln. Der ist nicht nur von Uniformität geprägt, sondern mittlerweile auch von Leerstand. Einiges ist in Wiesbaden angeschoben worden, um die Innenstadt zu beleben: Es gibt einen Citymanager, eine Taskforce arbeitet, das städtische Statistikamt bereitet Daten auf, der Masterplan für die Innenstadt befindet sich in der Abstimmung.

Nun folgt der Erkenntnis, dass allein nichts zu erreichen ist, mit dem Innenstadtgipfel der Beginn einer konzertierten Aktion. „Silo-Denken“ nennt es Franz, das es zu überwinden gelte. Das Programm ist deshalb in 15 Themenbereiche untergliedert: von Handel über Nachtleben, von Digitalisierung über die Rolle der Stadt als Gastgeberin, die Orte des analogen Austauschs und der Freizeitgestaltung bereitstellt. Es geht um eine neue Art zu arbeiten, um neue Möglichkeiten der Mobilität, es geht um die Frage, wie mehr Grün in die Städte kommt oder wie kulturelle Erlebnisse geschaffen werden können. Mit der Pandemie habe das 21. Jahrhundert wirklich begonnen, sagt Oliver Franz. „Wir wollen nicht abwarten, was andere tun, sondern selbst aktiv für die Zukunft der Innenstadt arbeiten.“

Das Programm des Innenstadtgipfels und das Ticketportal für die Veranstaltung am 1. und 2. Juli finden Interessierte unter wiesbaden.de/wirtschaft

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