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Wiesbaden will Gestaltung des Fluxus-Projekts mitbestimmen

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Von: Madeleine Reckmann

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Im Hochbunker soll ein Musum entstehen.
Im Hochbunker soll ein Musum entstehen. © Monika Müller

Hotel und Museum in der Friedrich-Ebert-Allee könnten auf Erbpachtbasis realisiert werden. Die Stadt sichert sich ab, sollte aus dem Bau nichts werden.

Auch wenn die Landeshauptstadt das Grundstück in der Friedrich-Ebert-Allee 8 kauft, könnte das Fluxus-Projekt realisiert werden. Die Stadtverordnetenversammlung hat entschieden, mit dem Projektentwickler Gespräche über eine Umsetzung seiner Pläne auf Basis des Erbpachtrechts aufzunehmen. Auch ein Weiterverkauf an ihn ist nicht ausgeschlossen. Bedingung ist aber, dass die Stadt auf dem exklusiven Gelände gegenüber des Rhein-Main-Congresscenters und neben dem Landesmuseum stadtplanerisch und inhaltlich die Leitlinien vorgibt.

Die Stadt möchte dem Kauf des Investors zuvorkommen

Bislang gehört das 2500 Quadratmeter große Grundstück der Patrizia Immobiliengesellschaft, die an einem Verkauf interessiert ist. Der Frankfurter Investor Steinberg und Hinkel würde es gerne erwerben, um darauf ein Fluxus-Museum und ein Fluxus-Hotel mit 100 Betten zu bauen. Die Stadt möchte ihm allerdings zuvorkommen und das Grundstück selbst kaufen.

Die Sammlung langfristig sichern

Der Beschluss sieht auch Sicherheitsklauseln für Vertragsstrafen und Rückabwicklung vor, sollte das Vorhaben sich verzögern oder verworfen werden. Die Politiker:innen bestehen auch auf einer kulturellen und öffentlich zugänglichen Teilnutzung. Der von Grünen, SPD und Linken gestellte Antrag erhielt eine Mehrheit, weil sich die CDU der Abstimmung enthielt. Unabhängig von der weiteren Entwicklung des Grundstücks möchte die Stadt auf den Wiesbadener Sammler Michael Berger zugehen, um Möglichkeiten auszuloten, wie seine Fluxus-Sammlung langfristig gesichert und ausgestellt werden kann.

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