Kriminalität

Wiesbaden: Weniger Waffen gefunden

Seit Anfang Januar gibt es in der Wiesbadener Innenstadt eine Waffenverbotszone. Zurecht?

Seit 1. Januar gibt es in der Wiesbadener Innenstadt eine Waffenverbotszone. Seitdem wird darüber diskutiert, ob die Zone sinnvoll ist. Bei Kontrollen wurden bislang nur vereinzelt Waffen gefunden. Die CDU-Rathausfraktion wertet das als Erfolg. Die Linke hatte schon vor Wochen von „vergeudeter Arbeitszeit der Polizisten“ gesprochen.

18 Waffen seien im Januar sichergestellt worden, berichtet die CDU in einer Mitteilung. Man habe die Verbotszone gegen reichlich Kritik durchgesetzt, nun sehe man aber, dass sie ein Erfolg ist“, sagt Wolfgang Gores, stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Er gehe davon aus, dass weitaus mehr Waffen oder waffenähnliche Gegenstände sichergestellt werden, wenn die warme Jahreszeit anbricht und mehr Menschen in der Stadt unterwegs sind.

Beamte der Polizei und Mitarbeiter der Stadtpolizei, die beim Ordnungsamt angesiedelt ist, kontrollieren täglich zwischen 21 und fünf Uhr.

Auch CDU-Oberbürgermeister-Kandidat Eberhard Seidensticker findet lobende Worte: „Durch die Einführung der Waffenverbotszone ist es gelungen, die Sicherheit im Bereich der Fußgängerzone, des Platzes der Deutschen Einheit sowie des Inneren Westends bis zur Hellmundstraße zu verbessern.“ Die Resonanz aus der Bevölkerung auf die Kontrollen sei zum größten Teil positiv.

Wahrscheinlich im März werden in der Innenstadt die Schilder für die Waffenverbotszone aufgestellt. In drei Jahren soll Bilanz gezogen werden.

Bei Kontrollen am Wochenende waren mehr als 100 Personen überprüft worden. Die Polizei stellte ein Messer und einen als waffenähnlich definierten Gegenstand sicher. Außerdem fanden die Beamten bei drei Personen zwischen 18 und 29 Jahren knapp 400 Gramm Cannabis und acht Gramm Kokain. (dju)

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