Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Sind keine Menschen auf der Straße, wie hier in der Wiesbadener Goldgasse im Corona-Lockdown, haben Taschendiebe nichts zu Lachen. Bild: Michael Schick
+
Sind keine Menschen auf der Straße, wie hier in der Wiesbadener Goldgasse im Corona-Lockdown, haben Taschendiebe nichts zu Lachen. Bild: Michael Schick

Wiesbaden

Wiesbaden: Weniger Kriminalität

  • Petra Zeichner
    VonPetra Zeichner
    schließen

Die Kriminalstatistik 2020 für die Landeshauptstadt Wiesbaden wartet mit rückläufigen Straftaten auf. Dies ist auch durch die Pandemie-Lage bedingt.

Das Polizeipräsidium Westhessen hat gestern seine Kriminalstatistik 2020 für Wiesbaden vorgestellt – doch sind diese Zahlen vor besonderen Umständen, bedingt durch die Corona-Pandemie, zu sehen.

Dieben und Einbrechern mangelte es nämlich an Tatgelegenheiten; sowohl im öffentlichen Raum, als auch in den Häusern und Wohnungen der Bevölkerung. Der Kauf sowie der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit wurde eingeschränkt und fiel als „Treiber“ bestimmter Straftaten weg. Viele Menschen waren außerdem im Homeoffice, und auch im Sommer war das Zuhause mangels Urlaubsreise nicht wochenlang unbeaufsichtigt.

So war die Straßenkriminalität der Statistik zufolge im Ganzen rückläufig: 3693 Fälle bedeuten einen Rückgang um 4,3 Prozent. Beispiel Raubüberfälle auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen: Hier sank die Anzahl der Fälle von 81 auf 59. Und Taschen- und Trickdiebstähle gingen um 75 Fälle auf 287 zurück.

Es gab auch weniger Wohnungseinbrüche (2019: 387, 2020: 316), und die Beförderungserschleichungen, also Schwarzfahren, sanken um fast die Hälfte von 1547 auf 800 Delikte.

Allerdings gab es mehr häusliche Gewalt, worauf schon im ersten Pandemiejahr unter anderem Frauenverbände hingewiesen hatten. In Wiesbaden gab es 122 solcher Fälle mehr, und damit insgesamt 948.

Keinen Rückgang gab es auch bei Sexualstraftaten, sie rangieren auf nahezu demselben Niveau (2019: 254, 2020: 258).

Auch die Raser- und Poserszene hat die Wiesbadener Polizei im Blick. Innerhalb des Regionalen Verkehrsdienstes der Polizeidirektion Wiesbaden widmet sich eine spezielle Einheit, die Kontrollgruppe Argus, dieser Thematik. Im Rahmen diesbezüglicher Verkehrskontrollen nahm die Polizei 592 Fahrzeuge unter die Lupe. Das führte in 139 Fällen zum Erlöschen der Betriebserlaubnis. Da drehte es sich etwa um manipulierte Auspuff-Anlagen oder für die jeweiligen Fahrzeuge nicht zugelassene Rad-Reifenkombinationen. 1440 gemessene Geschwindigkeitsverstöße hatten 144 Bußgelder sowie 45 Fahrverbote zur Folge.

Die Aufklärungsquote von insgesamt 65,6 Prozent bezeichnet das Präsidium als „historischen Höchststand“. Dazu beigetragen hat die Videoschutzanlage, die seit August 2020 offiziell im Betrieb ist, seit März gab es einen Testlauf. Durch die 72 hochauflösenden Kameras im Stadtgebiet seien von März 2020 bis März 2021 insgesamt 57 Straftaten aufgeklärt worden. Dazu zählen vor allem Körperverletzungen.

Insgesamt sank die Gesamtzahl der Straftaten den Angaben zufolge um 4,5 Prozent auf nunmehr 19 218. Das sei der niedrigste Wert seit 37 Jahren, heißt es. pz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare