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Die City-Passage ist marode. Um Sicherheit zu gewährleisten, müssen Bereiche abgerissen werden.
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Die City-Passage ist marode. Um Sicherheit zu gewährleisten, müssen Bereiche abgerissen werden.

Wiesbaden

Wiesbaden sucht erneut Käufer für Einkaufszentrum

  • VonDiana Unkart
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Die Verhandlungen über leerstehende City-Passage in Wiesbaden könnten im September beginnen. Erste Interessenten haben sich bereits gemeldet.

Alles sah nach einem Happy End aus. Ein Investor wollte die leerstehende und baufällige City-Passage, ein in den 1980er-Jahren eröffnetes Einkaufszentrum in der Fußgängerzone von Wiesbaden, zu einem neuen Quartier mit Namen „Fünf Gassen“ entwickeln: unter anderem mit Hotel, Fitnessstudio und Gastronomie. „Wir waren auf einem guten Weg“, sagt Rainer Emmel, Geschäftsführer der städtischen Wiesbaden Holding (WVV), der das Areal gehört. Dann kam Corona und machte die Pläne zunichte. Ein solches Konzept sei plötzlich nicht mehr auf dem Markt zu etablieren gewesen. Auch die Banken agierten risikoscheuer.

Nachdem nun auch Verhandlungen mit dem zweitplatzierten Bieter ergebnislos geblieben sind, hat die WVV ein neues Vergabeverfahren initiiert. Potenzielle Investoren haben derzeit die Möglichkeit, ihr Interesse zu bekunden. Einen ersten Erfolg hat Emmel bereits zu vermelden: Kaum sei die Nachricht über das neue Verfahren öffentlich gewesen, habe er schon zwei Nachfragen gehabt.

Mit einem Abschluss des Interessenbekundungsverfahrens rechnet die Geschäftsführung bis Ende Juni. Dann könne – je nach Angebotslage – im Sommer mit der zweiten Stufe, der Aufforderung zur Angebotsabgabe, gestartet werden. So bestünde die Chance, im September konkrete Verhandlungen zu beginnen.

Dass das Nachfolgeprojekt für die City-Passage zeitnah umgesetzt wird, sei eines der zentralen Elemente, um die Wiesbadener Fußgängerzone attraktiver zu gestalten und zu beleben, sagt Oberbürgermeister und WVV-Aufsichtsratsvorsitzender Gert-Uwe Mende (SPD). Der Gebäudekomplex ist marode und verfällt zusehends.

Die WVV hatte das mehr als 7000 Quadratmeter große Einkaufszentrum 2016 gekauft. Die Stadt wollte sich damit Einfluss auf die Entwicklung dieses wichtigen Innenstadtbereichs sichern. Für Investoren galten enge Vorgaben. Die seien nun etwas gelockert worden, sagt Rainer Emmel. Gleichwohl blieben die Rahmenbedingungen. Heißt: Aus der City-Passage darf kein geschlossenen Einkaufszentrum werden. Die Wegebeziehungen zwischen Schwalbacher Straße, Kleiner Schwalbacher Straße und der Fußgängerzone müssen erhalten bleiben. Das Erdgeschoss soll belebenden Charakter haben. Gastronomiebetriebe könnten dort zum Beispiel einziehen oder Einzelhändler:innen.

Was darüber hinaus in dem Nachfolgequartier der City-Passage untergebracht wird, ist offen. Rainer Emmel sagt, er könne sich, ohne Interessentinnen und Interessenten vorgreifen zu wollen, vorstellen, dass es mehr Büros und mehr Wohnungen sein werden.

Vorgesehen ist, dass Teile des maroden Gebäudekomplexes abgerissen und die denkmalgeschützten Bereiche saniert werden. Der Käufer oder die Käuferin muss, auch das ist eines der Eckpunkte des Vergabeverfahrens, so bauen, wie es im bereits vorgelegten Konzept vereinbart wurde.

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