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Ob auch der Hessische Landtag an das Wiesbadener Fernwärmenetz angeschlossen wird, wird grade diskutiert. So könnte jedenfalls Kohlendioxid eingespart werden. 

Wiesbaden

Wiesbaden spart CO2 mit Fernwärme

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Der Energieversorger Eswe baut in der Wiesbadener Innenstadt das Fernwärmenetz aus damit kann die ihren Kohlendioxid-Verbrauch verringern.

Immer mehr Großkunden wie das Kongresszentrum RMCC oder das neue Kureck lassen sich in Wiesbaden an das Fernwärmenetz der Eswe-Versorgung anschließen. Nach der Fastnacht geht der Leitungsbau bis zum Schlossplatz weiter.

Wie die Stadt gestern berichtete, sollen bis Oktober auch das Alte und Neue Rathaus mit Fernwärme beheizt werden. Darüber hinaus laufen nach Angaben der Eswe derzeit Verhandlungen über einen Anschluss des Landtags. Man sei mit dem Land und Vertretern des Landtags in intensiven Gesprächen.

Hauptargument für eine Umstellung auf Fernwärme ist die bessere Öko-Bilanz. So könnten etwa zwei Drittel der bisherigen CO2-Emissionen eingespart werden. Der Ausbau des Netzes ist deshalb Teil des städtischen Luftreinhalteplans. Zentral gespeist wird es unter anderem vom Wiesbadener Biomasseheizkraftwerk. Diese regenerative Energienutzung reduziert den lokalen CO2-Ausstoß um rund 95 Millionen Kilogramm Kohlendioxid pro Jahr.

Da bei der Planung des Bauverlaufs die Interessen der zahlreichen Veranstalter auf Markt- und Schlossplatz berücksichtigt werden mussten, kann nicht an einem Stück durchgebaut werden. Deshalb werde bis Mitte September kleinteilig in mehreren Bauabschnitten gearbeitet. Während des Weinfestes ruhen die Arbeiten vollständig. Neben rund 330 Metern doppelläufiger Fernwärmeleitungen werden auch 300 Meter Gas- und Wasserleitungssysteme erneuert. 

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