Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Wiesbaden

Wiesbaden setzt auf E-Busse

  • vonDiana Unkart
    schließen

Bis Ende des Jahres sollen 120 Batteriebusse in Wiesbaden verkehren. Sie fahren abgasfrei und bieten mehr Komfort für Fahrgäste.

Wenn das Servicetelefon bei Eswe Verkehr in Wiesbaden klingelt, geht es in der Regel um Verspätungen oder zu volle Busse. Plötzlich aber wird auch gelobt. Grund dafür, sagt Geschäftsführer Jörg Gerhard, seien neue Busse. In Wohngebieten, wo sonst die alten Diesel dröhnten und rußten, ist es ruhiger. Bisweilen sind die Batteriebusse so leise, dass die Fahrer:innen eine Fußgängerwarnglocke einsetzen müssen.

Die Stadt Wiesbaden hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Sie möchte einen emissionsfreien Personennahverkehr. Nach und nach sollen die Dieselbusse durch Batterie- und Wasserstoffbusse ersetzt werden. Den Fahrgästen verspricht Eswe Verkehr mehr Platz, mehr Informationen, WLAN und USB-Steckdosen.

In einer Halle, in der einst Dieselbus an Dieselbus parkte, stehen heute 56 stationäre Ladesäulen. Das intelligente Betriebshofmanagementsystem überwacht die Busse automatisch und ordnet ihnen je nach Ladezustand, vorhandenen Kapazitäten und weiterer Streckenplanung den optimalen Platz an einer der Ladestationen zu. Getankt werde ausschließlich Ökostrom, versichert Verkehrsdezernent Andreas Kowol (Grüne). Weil die neuen Busse weitgehend selbst gewartet werden sollen, ist eine Werkstatt aufgebaut worden. Ein Umspannwerk, das neben Eswe Verkehr auch die südliche Innenstadt versorgen soll, könnte 2024 fertig gestellt sein, sagt Kowol.

21 neue Batteriebusse sind gerade in Betrieb gegangen, zehn waren schon in der Stadt unterwegs. Bis Ende März, kündigt Eswe-Geschäftsführer Gerhard an, würden alle 56 Batteriebusse der ersten Bestellung eingesetzt. 64 Busse würden zwischen Mai und Dezember ausgeliefert, so dass bis Ende des Jahres 120 Busse zur Verfügung stünden – und genauso viele Ladesäulen. Die Ausschreibung für 140 Gelenkbusse läuft gerade. In einem optimistischen Szenario sei der Nahverkehr Ende 2023 emissionsfrei, möglicherweise auch erst 2024, sagt Dezernent Kowol. Es könnte zu Lieferverzögerungen kommen, so wie schon einmal.

Aber das Warten habe sich gelohnt, befindet Gerhard. Während die zehn Busse der ersten Generation mit einer Akkuladung etwa 150 Kilometer weit kommen und der Akku nach circa fünf Jahren ersetzt werden muss, schaffen die neuen mit Festkörperbatterien ausgestatteten Modelle mindestens 200 Kilometer. Die Nutzungsdauer gibt Hersteller Mercedes-Benz mit zehn Jahren an. Die Anschaffung der Busse und der Aufbau der Infrastruktur wird vom Bund mit rund 45 Millionen Euro gefördert.

Neben Batteriebussen setzt Wiesbaden auch auf Wasserstoff. Gerade erst hat Eswe Verkehr zehn Brennstoffzellenbusse beim portugiesischen Hersteller Caetano-Bus geordert.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare