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Die Fahrzeuge schlängeln sich auf drei Fahrspuren über die Salzbachtalbrücke. Dies wird bis 2024 andauern.
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Die Fahrzeuge schlängeln sich auf drei Fahrspuren über die Salzbachtalbrücke. Dies wird bis 2024 andauern.

Wiesbaden

Wiesbaden: Salzbachtalbrücke wird erst 2026 fertig

  • Madeleine Reckmann
    VonMadeleine Reckmann
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Autobahngesellschaft und Bauunternehmen einigen sich auf ein Abrissverfahren. Bis die Salzbachtalbrücke komplett fertig ist, wird es weitere fünf Jahre dauern.

Die Männer und Frauen, die täglich mit dem Auto vom Rheingau ins Rhein-Main-Gebiet oder umgekehrt pendeln, müssen sich weiterhin in Geduld üben. Bis beide Teile der Salzbachtalbrücke komplett fertig sind, werden wohl weitere fünf Jahre ins Land gehen. Matthias Hannappel, der für die Salzbachtalbrücke zuständige Geschäftsbereichsleiter der Autobahn-Gesellschaft des Bundes, hofft, dass die Brücke, über die die A66 führt, Ende 2026 dem Verkehr übergeben werden kann. Aber eigentlich ist für Hannappel das Frühjahr 2024 der wichtigere Termin. Bis dahin soll der neue südliche Teil der Brücke stehen. „Das ist unser Etappenziel“, sagt er. Ab dann sollen die Autos und Lastwagen auf dem neuen Bauwerk wieder auf vier anstatt wie bislang auf drei Spuren fahren können. Zurzeit überqueren die Fahrzeuge auf der alten Nordbrücke das Salzbachtal.

Salzbachtalbrücke

Die Salzbachtalbrücke gehört zu den Brücken mit dem schlechtesten Bauzustand. Sie war 1963 für 20 000 Fahrzeuge am Tag ausgerichtet worden, Prognosen zufolge sollen demnächst 100 000 Autos darauf fahren.

Die Länge der Brücke beträgt 300 Meter. Abriss und Neubau kosten etwa 100 Millionen Euro.

Wie alle Autobahnbrücken besteht auch diese aus zwei Längsteilen, in diesem Fall ein nördlicher und ein südlicher Teil. Aktuell fahren die Fahrzeuge auf der Nordbrücke. mre

Aber zuvor muss die alte Südbrücke erst einmal abgerissen werden. Diesbezüglich gibt es gute Nachrichten: Die Niederlassung West der Autobahn Gesellschaft hat sich mit der Arbeitsgemeinschaft der beauftragten Bauunternehmen über das Verfahren für den Abriss geeinigt. Der Streit darüber hat den Abriss um ein Jahr verzögert. Es seien durch die Auseinandersetzung nur geringfügige zusätzliche Kosten entstanden, sagt Hannappel. Wie die Ausschreibung der hessischen Behörde für Straßen- und Verkehrsmanagement Hessenmobil, die damals noch für den Bau von Autobahnen und Autobahnbrücken in Hessen zuständig war, es vorgesehen hatte, erfolgt der Abriss nun Stück für Stück von Westen nach Osten. Der Schutt des jeweils abgeschnittenen Brückenteils soll auf einen darunterliegenden Tisch fallen, der an dem noch stehenden Brückenteil befestigt ist und mitwandert. Die Arbeitsgemeinschaft hatte im Sommer 2020 wegen der unerwartet hohen Belastung der Brücke eine komplette Einrüstung empfohlen.

Die Nachberechnungen der Statik und Untersuchungen der Spannglieder dreier Gutachter haben laut Hannappel ergeben, dass die Tragfähigkeit der Brücke dem abschnittweisen Rückbau standhält. Im Herbst 2021 soll der Abriss beginnen und im Mai oder Juni des Folgejahres abgeschlossen sein. Danach kann die neue Südbrücke gebaut werden und den Verkehr übernehmen.

Für die Nordbrücke wird es dann auch Zeit, abgelöst zu werden. Ihre Restnutzungsdauer läuft bis 2025. Ab Herbst 2021 soll das 1963 errichtete Bauwerk engmaschig und mit wissenschaftlicher Begleitung der Universität Stuttgart auf seine Tragfähigkeit überprüft werden. 2019 war der Brückenteil erst baulich ertüchtigt worden.

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