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Seit der Antike bedeutend: die Thermalquellen der Stadt, wie hier der Kochbrunnen.
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Seit der Antike bedeutend: die Thermalquellen der Stadt, wie hier der Kochbrunnen.

Wiesbaden

Wiesbaden ruft Jahr des Wassers aus

Ausstellungen, Theater und Mitmachprojekte rund um das nasse Element für 2022 geplant

Der Legende nach hat der Riese Ekko aus Wut darüber, dass ihm auf der Jagd in den Taunuswäldern ein Drache entwischte, sein Schwert bei Wiesbaden in den Boden gerammt. Darauf spritzte ihm heißes Wasser entgegen. Ekko hatte die erste Heilwasserquelle gefunden.

Termine

Startschuss für das Jahr des Wassers wird der internationale Tag des Wassers sein, der 22. März 2022.

Die naturwissenschaftliche Ausstellung beginnt am 22. April 2022 und endet am 5. Februar 2023.

Die Kunstausstellung ist von 13. Mai bis 23. Oktober 2022 vorgesehen.

Im kommenden Jahr wird solch ein überdimensionales Schwert in der Landeshauptstadt eine Rolle spielen. Wiesbaden ruft für 2022 das Jahr des Wassers aus. Die flüssige Materie wird Thema von Ausstellungen, Theaterstücken und Mitmachprojekten sein. Und ein 15 Meter langes im Boden steckendes Schwert wird eine der Attraktionen. Seitdem Plinius der Ältere im Jahr 77 unserer Zeit in der „Naturalis historia“ die heißen Quellen Wiesbadens erwähnte, gehören die Quellen zu der Stadt. Sehr viel später kam dann der deutsche Kaiser zum Baden nach Wiesbaden. „Wasser ist nicht nur Teil unserer Stadtidentität, es hat auch aktuelle Bezüge zu allem, was uns zurzeit politisch beschäftigt“, leitet Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) die Ankündigung ein. Es sei eine kostbare Ressource, die es zu sparen gelte, und Teil der Klimaproblematik. Sich dem Thema zuzuwenden sei keine einmalige Angelegenheit, vielleicht werde es ins Leitbild der Stadt einfließen, sagt der OB.

Thomas Weichel von der Stabsstelle Wiesbadener Identität, Engagement und Bürgerbeteiligung ist nicht nur der Ideengeber für das Projekt, er kuratiert auch die städtischen Angebote. „Geplant sind Kooperationen unterschiedlicher Akteure“, sagt er. Die Burgfestspiele Sonnenberg arbeiteten mit dem Leibnizgymnasium zusammen, die Kirche und das Staatstheater Wiesbaden, die Universität Mainz und das dortige Institut für Landeskunde machten mit. Im Stadtmuseum am Markt solle eine Ausstellung zur römischen und griechischen Badekultur gezeigt werden; weiter Ausstellungen zu den Thermalquellen Wiesbadens; in den Schwimmbädern Schauen zum Thema Baden zwischen Heilung und Spaß; und in Mainz-Kastel stehe der Rhein als Handels- und Kommunikationsweg im Mittelpunkt. Die Hochschule Rhein-Main beteilige sich mit einer Masterarbeit über den Bau eines Wasserspielplatzes.

Das Museum Wiesbaden bereitet zwei große Sonderausstellungen vor. Die naturhistorische Sammlung des Museums widmet sich dem Wasser aus naturwissenschaftlicher Perspektive. Carl Remigius Fresenius, der in Wiesbaden die Wasseranalyse begründete, wird eine Rolle darin zugedacht. Die unterschiedlichen Gewässerformen - Rheinstrom, Bäche, Stollengewässer und Quellen sollen ebenso vorkommen wie die Frage, woher das Trinkwasser kommt, was im Abwasser lebt und wie wir nachhaltiger mit dem Wasser umgehen könnten, sagt Museumsdirektor Andreas Henning. Die Ausstellung „Wasser im Jugendstil – Heilsbringer und Todesschlund“, zeigt, wie sich Künstler dem Thema näherten.

Der Rhein darf im Jahr des Wassers nicht fehlen – seine Rolle als Handelsweg wird eines der Themen sein.

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