1. Startseite
  2. Rhein-Main
  3. Wiesbaden

Wiesbaden reduziert die Weihnachtsbeleuchtung um 50 Prozent

Erstellt:

Von: Madeleine Reckmann

Kommentare

Die Lichter auf dem Sternschnuppenmarkt sollen wieder so leuchten wie vergangenes Jahr.
Die Lichter auf dem Sternschnuppenmarkt sollen wieder so leuchten wie vergangenes Jahr. © Michael Schick

Einige Schwimmbäder und Saunen sind geschlossen. Die Eisbahn wird nicht eröffnet.

Wiesbaden hat die Weihnachtsbeleuchtung für dieses Jahr gerade erweitert. Doch die Lichter in der Innenstadt werden nur am Nachmittag und den früheren Abendstunden (16 bis 20.15 Uhr) leuchten und dann nur zur Hälfte. Damit kommt die Landeshauptstadt der Empfehlung des Deutschen Städtetags nach, wie möglichst viel Energie einzusparen ist. Der Weihnachtsmarkt, der in Wiesbaden Sternschnuppenmarkt heißt, soll aber mit dem geplanten Beleuchtungskonzept stattfinden. Die Stadt hat bereits einschneidende Entscheidungen getroffen, um ihren Beitrag in der Energiekrise zu leisten. Bereits Anfang September kündigte sie an, dass die Kaiser-Friedrich-Therme, die Saunen im Stadtteil Kostheim und dem Freizeitbad Mainzer Straße geschlossen und die Henkell-Kunsteisbahn nicht eröffnet werden. Protest sei wegen der Schließungen bislang ausgeblieben, berichtet die Stadt auf Anfrage. Die meisten Gäste hätten Verständnis dafür, dass die Landeshauptstadt Angebote beschneide, um ihren Anteil am europaweiten Energiesparen zu erfüllen.

Dass sich die vier Schließungen tatsächlich lohnen, hat Thomas Baum, Betriebsleiter des Eigenbetriebs Mattiaqua, dem HR vorgerechnet. Insgesamt werde dadurch so viel Strom eingespart, wie 440 Vier-Personen-Haushalte im Jahr verbrauchten, und Gas nicht ausgegeben, wie 100 Vier-Personen-Haushalte im Jahr verbrennen. Allein die Kunsteisbahn würde 2850 Kilowattstunden Strom am Tag verbrauchen.

Die Betriebskommission Mattiaqua möchte als städtische Gesellschaft ihre Vorbildfunktion wahrnehmen, gleichzeitig aber den Schulsport, die Schwimmkurse und die gesundheitliche Rehabilitation in den Bädern weiter ermöglichen. Die Hallenbäder Kleinfeldchen und Kostheim, das Freizeitbad Mainzer Straße und das Thermalbad Aukammtal, dessen Sauna in Betrieb bleibt, bleiben geöffnet. In den Hallenbädern Kleinfeldchen und Mainzer Straße war bereits im Frühjahr die Wassertemperatur abgesenkt worden.

Seit August werden die repräsentativen Gebäude wie das Kurhaus und das Rhein-Main-Congresszentrum nachts nicht mehr beleuchtet. Das ist Teil des Energiesparplans, den Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) vorlegte. Demnach wird die Temperatur in Sporthallen, Schulen und Kultureinrichtungen gesenkt, in Arbeitsräumen soll es noch 19 Grad warm sein. Darüberhinaus sieht die Stadt für Beschäftigte der Verwaltung flexible Homeoffice-Regelungen vor.

Auch interessant

Kommentare