Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Peta protestiert vor dem Zirkus auf dem Festplatz Gibber Kerb.
+
Peta protestiert vor dem Zirkus auf dem Festplatz Gibber Kerb.

Wiesbaden

Wiesbaden: Protest gegen Tiere im Zirkus

  • Petra Zeichner
    VonPetra Zeichner
    schließen

Die Tierschutzorganisation Peta Zwei findet, dass die Haltung und Dressur von Tieren in Zirkussen grundsätzlich tierschutzwidrig ist.

Bisons, Papageien, Pferde, Esel, Hunde – der „Wiesbadener Weihnachtscircus“, der noch bis zum 2. Januar auf dem Festplatz Gibber Kerb gastiert, bietet einiges Tierisches für sein Programm auf. Das ist den Aktivistinnen und Aktivisten der Tierschutzorganisation Peta schon lange ein Dorn im Auge. Sie protestieren deshalb mit ihrem Streetteam Rhein-Main von Peta Zwei, ein Verbund freiwilliger Unterstützer:innen, am Donnerstag vor dem Zirkus.

„Das ist eine tierschutzwidrige Veranstaltung“, sagt Jaqueline Herth-Sanders vom Streetteam. Exotische Wildtiere müssten „unnatürliche Kunststücke“ zeigen, und die Tiere würden durch ganz Deutschland transportiert, um andernorts aufzutreten. Pferde zum Beispiel seien sehr scheu, für sie als Fluchttiere sei es „blanker Horror“, vor so vielen Menschen aufzutreten. Und die Haltung von Tieren in Zirkussen sei prinzipiell mangelhaft. Auch müssten die Betriebe die Plätze nehmen, die ihnen von den Kommunen zugewiesen würden. „Das können zum Beispiel auch asphaltierte Plätze sein“, sagt die Tierschützerin, die seit fünf Jahren für Peta Zwei aktiv ist.

In dem „Wiesbadener Weihnachtscircus“ müssen Bisons auf Podeste steigen

Der Zirkus schreibt auf seiner Website: „Die in der Manege gezeigten Darbietungen sind den natürlichen Verhaltensweisen der Tiere entlehnt.“ Dort sieht man Fotos, auf denen Bisons auf Podesten stehen. Sich dort im Kreis zu drehen „widerspricht sich in der Sache“, sagt Herth-Sanders. Das würden Bisons in freier Wildbahn nicht tun.

„Die Bisons drehen sich nicht auf dem Podest, sie stehen nur dort drauf“, sagt Nadja Frank, die Moderatorin der Zirkus-Show, gegenüber der FR. Auch in freier Wildbahn würden diese Tiere etwa auf Steine klettern. Und wie steht es mit der Tierhaltung? „Wir werden jede Woche vom Veterinäramt kontrolliert.“ So sei das auch an anderen Standorten. „Wir müssen Auflagen erfüllen, sonst hätten wir keine Tiere mehr.“ Und wenn sie auf einem asphaltierten Platz gastierten, würden sie für ihre Tiere Wiesen anmieten. Außerdem achte man auf Bademöglichkeiten. Alle ihre Tiere würden im Zoo oder im Zirkus geboren, das gelte auch für die Bisons.

Tierschützerin Herth-Sanders indes ist davon überzeugt, dass die Protestaktion einige Menschen zum Nachdenken bewegt hat. „Viele haben gerne Flyer mitgenommen, auch die Plakate wurde gelesen“, sagt sie im Nachhinein.

Peta Zwei Streetteams

Die deutsche Sektion der international tätigen Tierschutzorganisation Peta (People for the Ethical Treatment of Animals) hat die Jugendkampagne Peta Zwei als rechtlich unabhängige Streetteams gegründet.

Peta Zwei versteht sich als ein Verbund freiwilliger Unterstützerinnen und Unterstützer, die sich für die Ziele von Peta Deutschland einsetzen. Laut peta.de gibt es mehr als 20.000 junge Menschen, die sich in Deutschland, der Schweiz und in Österreich engagieren. pz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare