Wiesbaden

Weihnachtsmarkt mit Corona-Auflagen

  • Madeleine Reckmann
    vonMadeleine Reckmann
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Das Angebot der vergangenen Jahre wird in Wiesbaden auf mehrere Plätze verteilt. Die Sicherheitsdienste zur Kontrolle der Zugangsbeschränkungen und der Maskenpflicht zahlt die Stadt.

Die Menschen in Wiesbaden brauchen auch in Pandemie-Zeiten nicht auf ihren Sternschnuppenmarkt zu verzichten. Die Stadt möchte das beliebte Ereignis sogar im gleichen Umfang wie in den vergangenen Jahren anbieten, mit Karussell und Kinder-Eisenbahn, Kunsthandwerk und Schlemmermarkt. Dies haben die Stadtverordneten am Donnerstag beschlossen.

Allerdings wird sich der Sternschnuppenmarkt auf vier Marktflächen verteilen; den Gästen ist also festes Schuhwerk angeraten. Der Luisen- und der Kranzplatz, die in die Planung einbezogen und auf denen die 22 Schlemmerstände aufgestellt werden sollen, liegen jeweils mehrere Gehminuten vom traditionellen Ort auf dem Schlossplatz entfernt – in entgegengesetzter Richtung. Zudem muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Der Schlossplatz wird mit den Fahrgeschäften, der Weihnachtskrippe und dem Weihnachtsbaum so hergerichtet, dass sich Familien wohlfühlen. Einige Essensstände und eine Auswahl an Kunsthandwerkerständen sind dort ebenfalls vorgesehen. Auf dem Familienmarkt sowie auf dem Schlemmermarkt sind jedoch nur eine begrenzte Zahl an Personen zugelassen. Ordnungskräfte kontrollieren, dass nur jeweils 250 Menschen Zugang haben; die Gäste müssen zudem ihre persönlichen Daten erfassen lassen. Auf dem Kunsthandwerkermarkt auf dem Kurhaus-Vorplatz findet keine Zugangskontrolle statt, aber dort ist Maskenpflicht angesagt. „Wir sind froh, im Rahmen der aktuellen Corona-Auflagen einen vollständigen Sternschnuppenmarkt realisieren zu können“, sagt Oliver Heiliger, Geschäftsführer der Wiesbaden Congress- und Marketing-Gesellschaft.

Die Stadt lässt sich das Vergnügen einiges kosten. Aufgrund der Corona-Auflagen sieht sich die Messe-, Congress- und Tourismus-Holding Triwicon nicht in der Lage, den Markt kostendeckend umzusetzen. Insbesondere der Sicherheitsdienst für die Einlass- und Abstandskontrolle sowie die Datenerfassung schlägt mit 300 000 Euro zu Buche. Die Stadt hat der Triwicon 430 000 Euro zugesagt, um die Kosten zu decken. Sollten die Infektionszahlen stark ansteigen, sodass der Sternschnuppenmarkt kurzfristig abgesagt werden muss, springt ebenfalls die Stadt ein. Die Veranstalter hoffen, dass dieser Fall nicht eintritt. Der Markt soll am 24. November öffnen.

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