Vorwürfe

Wiesbadener Revisoren entlasten

  • schließen

Keine Hinweise auf Untreue und Unterschlagung.

Es war ein ambitioniertes Vorhaben, das die Stadtverordneten im Mai unter dem Eindruck der Vorwürfe von Filz und Günstlingswirtschaft beschlossen. Die Konzernrevision und das Revisionsamt sollten alle Vergaben über 200 000 Euro darauf überprüfen, ob rechtsverbindliche und ethische Regeln eingehalten wurden. Bei den Vergaben darunter sollte stichprobenartig kontrolliert werden.

Jetzt wurde zurückgerudert. Zu aufwendig, zu teuer, zu personalintensiv sei der Auftrag, begründeten die Kooperationsfraktionen im Beteiligungsausschuss ihren Antrag, der den Arbeitsumfang für die Revisionen reduzieren soll. Anstatt alle Vergaben seit 2014 sollen jetzt nur noch die ab 2017 angeschaut werden. Und auch nur die, bei denen Risiken identifiziert worden seien.

Die Prüfberichte der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass sich keine Hinweise auf Untreue oder Unterschlagung, sondern lediglich organisatorische und Dokumentationsmängel ergeben hätten, heißt es in der Antragsbegründung. Die kritisierte Gastro-Vergabe für das Rhein-Main-Congress-Center an das Unternehmen Kuffler ist damit nicht gemeint. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt in dem Fall. Die FDP protestierte gegen den Antrag – vergebens.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare