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Wiesbaden will Vergabe für Sportpark prüfen lassen

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Spöttisch ist, wenn es um Wiesbaden geht, auch von Filzbaden die Rede. Nun wirft eine weitere Entscheidung Fragen auf. Ein Stuttgarter Planer, der in Mainz als Betreiber des Taubertsbergbades gescheitert war, soll das Großprojekt Rheinhöhe planen. Mainzer Politiker warnen.

Nach Kritik aus Wiesbadens Nachbarstadt Mainz an der Vergabe des Planungsauftrags zum Sportpark Rheinhöhe an die Stuttgarter Bewerbergemeinschaft Architekturbüro ASP/Planungsbüro Deyle hat Wiesbadens Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (SPD) angekündigt, das Vergabeverfahren noch einmal juristisch prüfen zu lassen.

Der Mainzer Bürgermeister Günter Beck (Grüne) hatte in der Allgemeinen Zeitung darauf hingewiesen, dass Deyle in Mainz als Betreiber des Taubertsbergbades gescheitert und in Augsburg wegen Insolvenzverschleppung zu einer Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden war. Beck hatte der Zeitung gesagt: „Ich kann nicht glauben, dass so jemand in Wiesbaden diese Chance erhält.“ Deyle soll in Wiesbaden den Sportpark Rheinhöhe mit einer Kombination aus Schwimm- und Eishalle planen.

Wiesbadens Oberbürgermeister Mende will nun prüfen lassen, ob die beim Vergabeverfahren erfolgreiche Bietergemeinschaft bei der Ausschreibung relevante Informationen vorenthalten hat, ob es begründete Zweifel an der Zuverlässigkeit der Bietergemeinschaft gibt und ob dies Auswirkungen auf die Wirksamkeit des Verfahrens hätte, teilt die Stadtverwaltung mit. Ebenso soll überprüft werden, ob es am gesamten Verfahren rechtlich etwas auszusetzen gibt. Das Ergebnis soll den Stadtverordneten mitgeteilt werden.

Den von der CDU erhobenen Vorwurf, die Stadtverordneten und der Ausschuss für Sport und Freizeit seien nicht ausreichend eingebunden worden, wies Mende zurück. Von Intransparenz oder Geheimnistuerei könne keine Rede sein, hieß es. 

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