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Das Walhalla im Zentrum von Wiesbaden soll wieder Kulturort sein.

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Wiesbaden: Walhalla soll Kulturort bleiben

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Stadt und städtische Holding haben eine Absichtserklärung unterzeichnet. Läuft der Prozess reibungslos, könnte das Haus 2025 wieder öffnen.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, Kulturdezernent Axel Imholz (beide SPD) und Rainer Emmel, Geschäftsführer der WVV Wiesbaden Holding, haben eine gemeinsame Absichtserklärung zum Walhalla-Theater unterzeichnet.

Das 1897 im neobarocken Stil erbaute Haus öffnete als Variététheater. Bis 2017 bespielte der Verein Walhalla-Theater Teile des Hauses. Seit das Theater wegen Brandschutzmängeln geschlossen werden musste, wird über seine Zukunft diskutiert.

Die gemeinsame Absichtserklärung sei ein wichtiger Schritt hin zu einer Wiederbelebung der zentralen Liegenschaft mit dem Ziel, eine dauerhafte kulturelle Nutzung sicherzustellen, sagt Oberbürgermeister Mende laut Mitteilung. „Bei einem solchen Vorhaben braucht es vor allem Verlässlichkeit, dazu dient diese Absichtserklärung.“

Aktuell arbeiteten die WVV und die Kulturverwaltung mit Unterstützung einer eigens beauftragten Rechtsanwaltskanzlei am Ausschreibungstext für das Interessenbekundungsverfahren.

Der Text soll den Gremien im zweiten Quartal zur Beschlussfassung vorgelegt werden. „Uns ist es wichtig, in diesem Verfahren keine Fehler zu machen. Immerhin müssen wir EU-weit ausschreiben, und auch die Beihilfethematik ist im weiteren Verlauf noch zwingend zu klären“, sagt WVV-Geschäftsführer Emmel.

Kulturdezernent Imholz sagt, es sei nun wichtig, dass die Ausschreibung für eine kulturelle Nutzung so offen wie möglich formuliert werde. Im Interessenbekundungsverfahren müssten alle Bewerberinnen und Bewerber die gleichen Chancen haben. „Wir haben vereinbart, dass die Stadt als Generalmieterin für einen kostendeckenden Mietzins auftreten soll.“

Alle Beteiligten betonen, dass es jetzt möglichst zu keiner weiteren Verzögerung kommen soll. Trotzdem brauche man Geduld. „Wenn alles reibungslos läuft, dann könnten Ende 2025 die Tore wieder öffnen und ein neues Kulturschätzchen mit viel Geschichte wird zum Leben erweckt“, sagt Mende. 

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