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Wiesbaden tanzt gegen Gewalt an Frauen

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Die weltweite Kampagne „One Billion Rising“ will darauf aufmerksam machen, dass jede dritte Frau Opfer von Gewalt wird. Schirmherrin in Wiesbaden ist die Gießener Ärztin Kristina Hänel.

Frauen und Männer werden am kommenden Freitag von 15.30 bis 17.30 Uhr gemeinsam auf dem Bahnhofsvorplatz in Wiesbaden tanzen. „One Billion rising“ ist eine weltweite Kampagne für ein Ende der Gewalt gegen Frauen und Mädchen. In Wiesbaden wird die Aktion von mehreren Vereinen und Initiativen organisiert.

Jede dritte Frau weltweit war bereits Opfer von Gewalt, wurde geschlagen, zu sexuellem Kontakt gezwungen, vergewaltigt oder in anderer Form misshandelt, heißt es in einer Ankündigung des Bündnisses. Jede dritte Frau – das sind eine Milliarde Frauen (one billion). Am 14. Februar tanzen weltweit Menschen auf den Straßen, um auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen. Die Kampagne „One Billion Rising“ („Eine Milliarde erhebt sich“) ruft Frauen und Männer dazu auf, gemeinsam im öffentlichen Raum zu tanzen, um Solidarität mit den Gewaltopfern zu demonstrieren.

An diesem Tag erheben sich Frauen und Männer in aller Welt, auf jedem Kontinent, in mehr als 199 Ländern, – in Deutschland inzwischen in mehr als 160 Städten - um ein neues Bewusstsein und das Ende dieser Gewalt zu fordern.

Schirmherrin der Wiesbadener Aktion ist die Gießener Ärztin Kristina Hänel. Sie war wegen vorgeblicher Werbung für den Abbruch von Schwangerschaften auf der Internetseite ihrer gynäkologischen Praxis und damit wegen eines Verstoßes gegen den umstrittenen Abtreibungsparagrafen 219a zu einer Geldstrafe von 2500 Euro verurteilt worden. Ihre Verurteilung hatte eine bundesweite Debatte und eine Änderung des Strafrechtsparagrafen ausgelöst. diu

Vor Ort  gibt es die Möglichkeit, den Tanz einzustudieren. Heute wird er von 16.30 bis 18 Uhr schon einmal im Rathaus Wiesbaden, Raum 22, eingeübt. Das Übungsvideo gibt es auch auf Youtube. Weitere Infos: www.wiesbaden.de/frauenbeauftragte.

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