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Wiesbaden: Schluss mit freiem Eintritt zu kulturellen Einrichtungen

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Jahrelang hat der Paritätische eine Aktion organisiert, die Einzelpersonen und Familien mit geringem Einkommen Zugang zu kulturellen Angeboten ermöglicht. In diesem Jahr ist Schluss damit.

Der Paritätische Wiesbaden sieht sich nach eigenem Bekunden nicht mehr in der Lage, die Aktion „Mittendrin – Kultur entdecken – Frei für alle“ zu organisieren. Bislang sei die Aktion ausschließlich mit eigenen finanziellen Mitteln gestemmt worden, heißt es in einer Mitteilung. Stattdessen möchte der Paritätische die Hilfe zur kulturellen Teilhabe verstetigen und ein Büro einrichten, das ganzjährig Zugänge eröffnet, berät und vernetzt. Das Vorhaben hätte bereits in diesem Jahr umgesetzt werden sollen, berichtet Heike Lange, Geschäftsführerin des Paritätischen Wiesbaden. Es sei jedoch noch nicht gelungen, bereits für 2019 Geld für das „Büro für kulturelle Teilhabe“ zu akquirieren. Es soll nun beim Kulturamt für den städtischen Haushalt 2020/21 beantragt werden. Zudem habe der Paritätische unter dem Motto „Wir vermissen Mittendrin Kultur entdecken“ eine Postkartenaktion initiiert. Mit den pinkfarbenen Postkarten, die an die Stadtverordnetenvorsteherin gerichtet sind, könnten alle Bürger sowie soziale und kulturelle Institutionen ihrem Wunsch nach ganzjährigem Zugang zu Kultur für alle Menschen Ausdruck verleihen. Die Postkarten sind im Büro in der Bahnhofstraße 36 erhältlich.

Mit dem Projekt „Mittendrin – Kultur entdecken – Frei für alle“ hatte die Regionalgeschäftsstelle acht Jahre lang im Herbst mehrere Wochen lang Personen und Familien mit geringem Einkommen Zugang zu unterschiedlichen Erlebnissen in Wiesbaden ermöglicht. Zahlreiche Veranstalter hatten dafür Eintrittskarten gespendet. 

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