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Wiesbaden: St. Josefs-Hospital baut Wohnraum fürs Personal

  • Madeleine Reckmann
    vonMadeleine Reckmann
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82 Appartements für die Ordensschwestern sind in Wiesbaden im Quartier Kaiserhof geplant. Das St. Josefs-Hospital will damit für Fachkräfte und Auszubildende attraktiv bleiben.

An dem Standort des früheren American Arms Hotel sollen im kommenden Jahr Personalwohnungen für das St. Josefs-Hospital (JoHo) entstehen. Das Krankenhaus und die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) planen in dem Quartier namens Kaiserhof 82 moderne Mini-Appartements und eine größere Wohnung für die am JoHo tätigen Ordensschwestern. „In Zeiten des Fachkräftemangels und steigender Mietpreise in Wiesbaden wollen wir unserem Fachpersonal und unseren Auszubildenden attraktiven und bezahlbaren Wohnraum bieten, heutzutage ein wesentlicher Faktor für die Personalbindung und Arbeitgeberattraktivität“, erklären die JoHo-Geschäftsführer Martin Bosch und Thomas Reckmeyer. Das bisherige Personalwohnheim von 1973 entspreche nicht heutigen Standards, eine Sanierung und Aufrüstung sei schwierig und unwirtschaftlich. Das JoHo erwarb das etwa 2000 Quadratmeter große Areal von der SEG Anfang Mai.

Der architektonische Entwurf sieht eine dreigliedrige Gebäudestruktur vor, die sich in das entstehende Quartier Kaiserhof einfügt. Berücksichtigt wird dabei besonders das baukulturelle Erbe der gründerzeitlichen Bausubstanz in der direkten Nachbarschaft der Viktoriastraße. Charakteristisch für den Bau sind ein nachhaltiges energetisches Konzept, guter Schallschutz sowie in sich abgeschlossene Wohneinheiten mit funktionellem Raumkonzept und moderner Komplettausstattung. Im Gebäude befindet sich eine Tiefgarage mit 17 Stellplätzen und einer Fahrradabstellanlage. Für die Baukosten veranschlagt das JoHo rund sieben Millionen Euro. Im Sommer soll das Baugenehmigungsverfahren eingeleitet werden, so dass der Spatenstich voraussichtlich Anfang 2021 erfolgen kann. Mit der Fertigstellung rechnet man 2023.

Die SEG hat den an der Augustastraße gelegenen Teil des zwei Hektar großen Grundstücks bereits an die Deutsche Immobilien Invest verkauft. Sie möchte darauf hochwertige Eigentumswohnungen bauen. Auf dem verbliebenen Stück plant die SEG 110 geförderte Mietwohnungen in sechs Punkthäusern und einen Nahversorger. „Wir warten auf die Baugenehmigung“, teilte SEG-Geschäftführer Roland Stöcklin auf Anfrage mit.

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