US-Militärflughafen in Wiesbaden

Wiesbaden: Fragen zu den Giftwerten am US-Militärflughafen

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Der Wiesbadener Magistrat soll klären, wieso sich das schädliche Wasser in Erbenheim ausbreitete.

Sind die erhöhten Werte der als krebserregend eingestuften Chemikalie PFC im Grundwasser des US-Militärflughafens in Erbenheim für Mensch und Tier unbedenklich? Welche Auswirkungen haben sie auf die Gewässer der Umgebung, auf die Kleingärten „KGV am Wasserwerk“ und landwirtschaftlichen Betriebe in der Umgebung, wie die Domäne Mechtildshausen?

Die Stadtverordneten möchten den Presseberichten über die PFC-Verseuchung auf den Grund gehen. Sie haben am Donnerstag einstimmig einen Dringlichkeitsantrag beschlossen, dass der Magistrat ihnen Fragen über den Vorfall beantworten soll.

Ihnen ist wichtig zu klären, wie es dazu kommen konnte, dass es seit dem Magistratsbericht 2016, der das giftige Grundwasser auf dem Army-Gelände als unterirdisch verharrend bezeichnete, zu der Ausbreitung in umliegende Gewässer und Brunnen kommen konnte. Führte die US Army in dem Zeitraum etwa im Rahmen des Umzugs ihres Hauptquartiers von Heidelberg nach Wiesbaden Bauarbeiten durch, die dazu führten, dass das giftige Wasser ablief?

Das HR-Magazin Defacto hatte aufgedeckt, dass das Grundwasser unter dem Armeegelände 104 Mikrogramm pro Liter PFC gemessen wurde. Der empfohlene Richtwert beträgt 0,1. In den Brunnen in der Domäne Mechtildshausen wurde dieser leicht überschritten.

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