Verkehr

Zu wenige Lieferzonen

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Forscher untersuchen den Wirtschaftsverkehr in der Wiesbadener Innenstadt - und machen Vorschläge zur Verbesserung.

Forscher der Hochschule RheinMain und der Frankfurt University of Applied Sciences haben die Wirtschaftsverkehre in der Wiesbadener Innenstadt untersucht. Sie haben herausgefunden, dass 63 Prozent der parkenden und haltenden Fahrzeuge dem privaten Individualverkehr zuzuschreiben sind und nicht den Kurier-, Express- und Paket-Dienstleistern. Sie waren nur für fünf Prozent der Vorgänge im historischen Fünfeck verantwortlich, heißt es in einer Pressemeldung. Grundlage sind „nahezu 1000 Fahrzeuge“, die die Verkehrszähler im Bereich der Liefer- und Ladezonen erfasst hatten.

Bestätigt hat die Erhebung allerdings die allgemeine Wahrnehmung, „dass Haltevorgänge des Wirtschaftsverkehrs zumeist nicht ordnungsgemäß erfolgen“. Nur 30 Prozent der erfassten Lieferfahrzeuge hätten auf den dafür vorgesehenen Flächen gestanden. Die Wissenschaftler stellen fest, die vorhandenen Flächen zum Be- und Entladen nicht reichen, es sollte punktuell mehr kleinere Liefer- und Ladezonen geben, und zwar so, dass „die Fremdnutzung durch Privatfahrzeuge minimiert wird“.

Zudem könnten Fahrstreifen temporär als Halte- und Lieferzone ausgewiesen, das private Parken von der Straße wegverlagert werden. Die Forscher schlagen eine zentrale „Lieferinsel“ in der Fußgängerzone vor, von der aus das letzte Stück mit Sackkarren oder Lastenrädern bewältigt werden könnte. Alleine in der Fußgängerzone befinden sich 1600 Betriebe, die beliefert werden und ausliefern.  

frankfurt-university.de/verkehr

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