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Aber die Lilien sind schon da: Arbeiter montieren die Beleuchtung.

Wiesbaden

Wiesbaden: Der Weihnachtsbaum lässt auf sich warten

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Der Wiesbadener Sternschnuppenmarkt eröffnet am 26. November. Das Ereignis ist ein Besuchermagnet - und lockt auch viele Gäste aus dem Ausland an.

An Frankfurts Christbaum brachen die Äste ab. Den Kasseler Weihnachtsbaum ließ die Polizei aufgrund seiner Übergröße nicht weiterfahren. Auch der Weihnachtsbaum für den Wiesbadener Sternschnuppenmarkt lässt auf sich warten. Das ursprünglich für den gestrigen Dienstag angekündigte Eintreffen wird auf heute verschoben - weil der Transportdienstleister kurzfristig ohne die notwendige Sicherheitsbegleitung dastand.

Die 25 Meter hohe Nordmanntanne aus Rennerod im Westerwald sei ansonsten in makellosem Zustand, versichert Bürgermeister Oliver Franz (CDU) gestern. Mit 3000 Lichtern und 250 goldenen Schleifen soll sie wieder herrlich geschmückt werden.

Der Sternschnuppenmarkt, wie der Weihnachtsmarkt der hessischen Landeshauptstadt heißt, ist für den Einzelhandel ein wichtiges Geschäft. „Da Wiesbaden als Kurstadt weniger Gäste als früher anzieht, gewinnt der Sternschnuppenmarkt eine immense Bedeutung“, sagt Ilka Guntrum, Vorsitzende der Werbegemeinschaft Wiesbaden Wunderbar.

Der Sternschnuppenmarkt in Wiesbaden eröffnet am Dienstag, 26. November, um 18 Uhr auf dem Schlossplatz. Zugelassen sind 5000 Besucher,

Die Öffnungszeiten sind montags bis donnerstags von 10.30 bis 21 Uhr, freitags und samstags von 10.30 bis 21.30 Uhr und sonntags von 12 bis 21 Uhr.

Der Markt schließt am 23. Dezember.

Wie in vorangegangenen Jahren rechnen die Veranstalter der Wiesbaden Congress- und Marketing-Gesellschaft mit mehreren 100 000 Besuchern. Seitdem der Markt vor 18 Jahren ein neues Konzept einführte, ist er ein Besuchermagnet. Das Besondere ist, dass nur rund zehn Prozent der Stände Speisen und Getränke verkaufen dürfen und 90 Prozent Kunsthandwerk anbieten. In diesem Jahr sind 113 Händler mit Kunsthandwerk, Deko-Material und Gebrauchsgegenständen auf dem Markt und 23 sind Gastro-Anbieter. Zwei Fahrgeschäfte sind vorgesehen. Die freien Stände werden regelmäßig neu ausgeschrieben, so dass mit neuen Händlern Abwechslung kommt.

In diesem Jahr sind neun neue Kunsthandwerkstände angemeldet. Mit den typischen Leuchten in der Form von Lilien gibt die Stadt dem Markt zudem einen unverwechselbaren Charakter. Die Lilien sind dem Stadtwappen entnommen, das drei gelbe Lilien auf blauem Grund zeigt. Auch die vier Eingangstore sind mit der Lilie verziert.

Dass der Markt so floriert, ist nach Franz’ Ansicht auch der guten verkehrlichen Erreichbarkeit zu verdanken. Vor allem die Reiseunternehmen schätzten, dass sie die Besucher am hessischen Staatstheater und in der Wilhelmstraße zentral absetzen und ihre Busse in der Rheinstraße unweit davon parken könnten.

Der Sternschnuppenmarkt genießt Aufmerksamkeit über die Region hinaus. Aus dem Ausland reisen vor allem Gäste aus den Niederlanden an. Ein täglich wechselndes Musikprogramm auf dem Schlossplatz, im Rathaus-Foyer und in der Marktkirche ist angekündigt.

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