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Eckhard Müller (AfD)  möchte in Wiesbaden Oberbürgermeister werden, um „die Stadt auf Veränderung hinzubewegen“.

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AfD-Mann will Bürgermeister in Wiesbaden werden

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Eckhard Müller (AfD)  möchte in Wiesbaden Oberbürgermeister werden, um „die Stadt auf Veränderung hinzubewegen“.

Der promovierte Volkswirt und AfD-Kreisvorsitzende Eckhard Müller gibt sich konservativ-bürgerlich. Früher habe er CDU und FDP gewählt, sagt der 72-Jährige. Die CDU sei ihm aber inzwischen zu weit nach links gerückt. Mit 66 trat er in die AfD ein – nach einem Vortrag des AfD-Parteimitbegründers Bernd Lucke gegen die Energiewende, so Müller.

Die grenzüberschreitenden Äußerungen, mit denen AfD-Chef Alexander Gauland immer wieder provoziert, möchte Müller nicht kommentieren, sich aber auch nicht von ihm distanzieren. Müller, der 30 Jahre in einem internationalen Chemiekonzern tätig war, verweist auf die Bemühungen der Wiesbadener Kreispartei, radikale Mitglieder aus der Partei auszuschließen.

Oberbürgermeister möchte Müller werden, um „die Stadt auf Veränderung hinzubewegen“. Da es seiner Meinung nach zu viele städtische Gesellschaften gibt, würde er einige zusammenführen oder auflösen. Zuständigkeiten könnten auch Amtsleiter übernehmen. Des Weiteren nennt er die Verbesserung der Sicherheitslage in der Stadt und eine solide Finanzpolitik als politische Ziele. „Der Vorrang der Interessen der schon länger hier lebenden Menschen vor den Interessen von Asylbewerbern und vorübergehend Aufenthaltsberechtigten“, wie auf der AfD-Internetseite zu lesen ist, ist ihm ebenfalls ein Anliegen. Zudem gehe es ihm auch darum, den Filz in der Landeshauptstadt offenzulegen und konsequent zu bekämpfen.

Eckhard Müller, 1947 in Magdeburg geboren, kam mit seinen Eltern 1949 nach Wiesbaden. Berufsbedingt lebte er einige Jahre in Mannheim und Bulgarien, zog aber nach Wiesbaden zurück. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und vier Enkel.

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