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Das „Vermittlungsmodell Schloss Freudenberg“ nutzt das bekannte Erfahrungsfeld der Sinne.

Wiesbaden

Vermittlungsmodell für Arbeitslose im Wiesbadener Schloss

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Auf dem Freudenberg in Wiesbaden finden Langzeitarbeitslose ins Berufsleben zurück. Dabei wird das deutschlandweit bekannte Erfahrungsfeld der Sinne genutzt. Das außergewöhnliche Vorgehen zeitigt Erfolge.

Das „Vermittlungsmodell Schloss Freudenberg“ wird bis 2020 fortgeführt. Die ersten Teilnehmer hätten bereits ihre Praktika begonnen und zwei Arbeitsverträge seien geschlossen, teilt die Stadt mit. Das Wiesbadener Arbeitsmarktprojekt bringt auf ungewöhnlichem Weg Menschen aus der Langzeitarbeitslosigkeit in den Arbeitsmarkt zurück.

„Bereits in der letzten Laufzeit hatten drei der fünf Projektteilnehmer über das Vermittlungsmodell einen neuen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz gefunden – einer der Teilnehmer sogar bereits nach den ersten zwei Monaten im Projekt”, so Wirtschaftsdezernent Oliver Franz (CDU). Fünf, bei rascher Vermittlung auch mehr Teilnehmer, sollen auf dem Freudenberg den Weg zurück ins Arbeitsleben finden.

„Wir waren unzufrieden und erfolglos bei unseren Versuchen, gescheiterte Jugendliche und Langzeitarbeitslose wieder einzugliedern“, erzählt Schlossleiter Matthias Schenk. „Und plötzlich war da die Lösung: Auch die Unfähigkeit ist eine Fähigkeit! Und von heute auf morgen hatten wir eine andere Ansicht und Perspektive.“ Aus der Erkenntnis entwickelte sich das „Vermittlungsmodell Schloss Freudenberg“. 

Es nutzt das deutschlandweit bekannte Erfahrungsfeld der Sinne. Von den damit im Schloss vorhandenen Aufgabenfeldern und besonderen Herangehensweisen profitieren langzeitarbeitslose Menschen. Das von Schloss Freudenberg entwickelte Vorgehensmodell umfasst verschiedene Zeitfelder beziehungsweise Phasen, in denen unter anderem psychosoziale Folgen der Langzeitarbeitslosigkeit aufgelöst und für berufliche Wiedereingliederung wesentliche Faktoren wie beispielsweise Selbstwert und Motivation entwickelt werden. Letztendlich wird das breite Netzwerk der Einrichtung für Vermittlung in Folgearbeitsplätze genutzt.

Das Arbeitsmarktprojekt wird aus dem Budget des Referates für Wirtschaft und Beschäftigung und des städtischen Jobcenters finanziert und wird von beiden gemeinsam mit Schloss Freudenberg umgesetzt. 

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