Wiebaden/Main-Taunus

Unesco-Projekt: Aus für das Biosphärenreservat

  • Andrea Rost
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  • Madeleine Reckmann
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Das Unesco-Projekt für Wiesbaden und die Region wird nicht weiterverfolgt.

Nachdem das Kreisparlament des Rheingau-Taunus-Kreises sich gegen eine Teilnahme am Biosphärenreservat entschieden hat, hat sich das Projekt auch für die Landeshauptstadt Wiesbaden, den Main-Taunus-Kreis und das Land Hessen erledigt. Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) sieht nun keine Grundlage mehr, einen Antrag auf Aufnahme in das Unesco-Programm zu stellen. Die Bedingung, dass die Landkreise, Kommunen und die Stadt Wiesbaden die Bewerbung mittragen, sei nicht mehr erfüllt, teilt ihr Ministerium auf FR-Anfrage mit. Als Unesco-Biosphärenregion hätten die 30 Kommunen und zwei Landkreise Fördergeld erhalten, um ihre Wirtschaft unter Berücksichtigung zukunftstauglicher Konzepte neu aufzustellen.

Somit wird auch die Landeshauptstadt das Projekt nicht weiter verfolgen, sagte der Wiesbadener Umweltdezernent Andreas Kowol. Er schließt jedoch nicht aus, dass das Thema 2021 wieder aufgegriffen werden könne. Zuletzt hatten die Corona-Kontaktbeschränkungen Bürgerbeteiligungen verhindert. Das Angebot des Landes, eine Biosphärenregion zu unterstützen, bleibe bestehen, erklärte Umweltministerin.

Die grüne Kreisbeigeordnete und Umweltdezernentin im Maintaunus, Madlen Overdick, bedauert, dass das Projekt einer Biosphärenregion zwischen Rheingau und Taunus nicht umgesetzt wird. Offenbar hätten sich die Gegner schneller formiert als die Befürworter, sagte Overdick der FR. Sie sei jedoch zuversichtlich, dass sich auch ohne das Unesco-Siegel Projekte für nachhaltiges Wirtschaften und mehr Lebensqualität in der Region verwirklichen ließen.  

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