Wiesbaden

Neues Gesundheitsportal für Wiesbaden

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Die „Gesellschaft für ein gesundes Wiesbaden“ plant digitale Info-Möglichkeiten für Bürger und ein Jobticket für Klinik-Beschäftigte.

Wiesbadener Pflegekräfte haben gute Chancen auf ein Jobticket. Zumindest, wenn es nach Ralf Jäger geht. Der Geschäftsführer der Gesellschaft für ein gesundes Wiesbaden EGW möchte Wiesbaden zur Gesundheitsstadt machen. „Die Stadt kann Rahmenbedingungen setzen, um den Standort attraktiv zu machen“, sagt er.

Demnächst würden die Kliniken mit den Verkehrsverbänden über Jobtickets für die Klinik-Beschäftigten verhandeln. Denn heute müssten die weichen Faktoren stimmen, um das deutschlandweit rare Personal für sich zu gewinnen. Den Ausschlag dazu gab das Land Hessen mit dem Hessenticket, das auch den Beschäftigten der Frankfurter Universitätsklinik zusteht. Die Kliniken in Wiesbaden müssten konkurrenzfähig sein. Auch Betreuung der Kinder ist ein Thema. Die EGW hilft bei der Suche nach einem Krippenplatz und zeigt Möglichkeiten auf, wie Arbeitgeber sich etwa mit Belegplätzen finanziell an der Kinderbetreuung beteiligen können.

Die EGW, die als frühere Muttergesellschaft der damals noch städtischen Dr. Horst Schmidt Kliniken auch heute noch 51 Prozent der Gesellschaftsanteile an dem Klinikum hält, möchte sich demnächst mit einem integrierten digitalen Versorgungsportal an die Bürger wenden. Das Portal soll zunächst als Wissens- und Informationsportal starten. Nach und nach soll es dann noch mehr Services für die Bürger bereitstellen. Ein „gesundheitlicher Alltagslotse“, der wie ein Concierge bei der Suche nach dem richtigen Arzt hilft, Fragen rund um die Gesundheit beantwortet oder etwa bei der Versorgungssteuerung in verschiedene Gesundheitsangebote inklusive Sportvereine, Fitnessstudios, Selbsthilfegruppen oder VHS-Kurse unterstützt. Ein Modul mit Dienstleistungen für Ärzte ist auch vorgesehen.

Die Bürger sollen sich werbefrei und in einfacher Sprache informieren können. Veranstaltungen wie Patiententage in den Krankenhäusern oder die Termine für die Veranstaltungsreihe „Verständliche Medizin“ soll es auch enthalten, sagt Jäger. Die Stadtverordneten der Kooperation von CDU. SPD und Grüne haben das Geld für den Projektstart bereits zugesagt. Das erste Modul könnte 2020/21 in Betrieb gehen.

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